Vom russischen Romantiker Tschaikowsky kennen wir nur ein höchst eingeschränktes Repertoire.
Vom russischen Romantiker Tschaikowsky kennen wir nur ein höchst eingeschränktes Repertoire: eines seiner drei Klavierkonzerte, drei seiner sechs Symphonien und fast nichts von seinem kammermusikalischen oder pianistischen Schaffen. Von den Opern haben es „Onegin“ und „Pique Dame“ geschafft, die Welt auf Dauer zu interessieren. Hier ein Live-Mitschnitt der „Zauberin“ – ein tragisches Märchen wie aus dem Kinderbuch, das wohl aufgrund seiner dramaturgischen Harmlosigkeit kein Interesse bei den Intendanten findet. Nur in Moskau spielte man „Die Zauberin“. Die Aufnahme zeigt eine russische Opernaufführung 1984 im besten Klischee: mit schon leicht verknitterten Kulissen, von kraftvollen Stimmen gesungen und von einem Orchester ein wenig degagiert begleitet. Und doch: Die Musik Tschaikowskys ist blühend schön und lohnt, neben der kuriosen Lektion in sowjetischer Musiktheater-Ästhetik, die Begegnung.
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Peter I. Tschaikowsky „The Enchantress“ (VAI DVD)