Der Handel an den europäischen Börsen gestaltete sich zum Wochenauftakt über weite Strecken impuls- und lustlos.
Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei durchschnittlichem Volumen mit etwas tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 4,81 Punkte oder 0,17 Prozent auf 2792,62 Einheiten.
Der Handel an den europäischen Börsen gestaltete sich zum Wochenauftakt über weite Strecken impuls- und lustlos. Belastet von Sorgen um die europäische Schuldenkrise tendierten die Indizes in der Verlustzone seitwärts. Erst mit einer festeren Eröffnung an der Wall Street arbeiteten sich auch die Börsen Europas deutlich vor und grenzten ihre Verluste klar ein.
Das Tagesgespräch gab das Treffen der Finanzminister der Eurozone in Brüssel vor. Dort versammelten sich Montagnachmittag die Finanzchefs der Währungsunion, um über die Finanzspritzen für Griechenland und Portugal zu debattieren. Während das 78 Mrd. Euro schwere Paket für Portugal abgesegnet werden soll, drängt Griechenland auf eine Ausweitung der bisherigen Hilfen um 30 bis 60 Mrd. Euro.
In Wien gab es zum Wochenbeginn kaum Nachrichten oder Analystenkommentare. Zur Post meldeten sich die Analysten der Deutsche Bank und der UniCredit nach der Bilanzvorlage am Freitag zu Wort. Während die Deutsche Bank das Kursziel für die Post-Aktie leicht anhob, bekräftigte die UniCredit ihre Kaufempfehlung. Bis zur Schlussglocke kletterten die Papiere um 2,18 Prozent auf 22,97 Euro.
Unter den Schwergewichten schlossen die Bankenwerte ohne klare Richtung. Während Erste Group um 0,92 Prozent auf 33,96 Euro zulegen konnten, büßten Raiffeisen Bank um 0,11 Prozent auf 37,01 Euro ein. Trotz sinkender Ölpreise konnten OMV um 0,32 Prozent fester bei 29,95 Euro schließen. Voestalpine verbilligten sich hingegen um 0,46 Prozent auf 33,46 Euro.
Die Raiffeisen Centrobank (RCB) hat das Kursziel für den Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann von 60 auf 67 Euro angehoben und das Votum "Hold" bestätigt. Die Experten sehen angesichts eines Anstiegs von Bohraktivitäten gutes Wachstumspotenzial für das Unternehmen. Die Titel verloren dennoch um 1,20 Prozent auf 64,25 Euro.
Ein klares Minus von zwei Prozent auf 38,99 Euro mussten Vienna Insurance Group (VIG) hinnehmen. Allerdings muss bei der Aktie der Dividendenabschlag von einem Euro berücksichtigt werden, erklärte ein Marktteilnehmer. Morgen wird die Versicherungsgruppe ihre endgültigen Zahlen zum ersten Quartal 2011 vorlegen. Einen ersten Einblick gab das Unternehmen schon bei der Aktionärsversammlung, als vorläufige Ergebnisse präsentiert wurden.
(APA)