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FP-Abgeordneter bezeichnet Marokkaner als "Kanaken"

FP-Königshofer bezeichnete in Facebook Marokkaner als
FP-Königshofer bezeichnete in Facebook Marokkaner als "Kanaken"Screenshot Facebook
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Der Tiroler Nationalratsabgeordnete Werner Königshofer hat auf Facebook einen straffällig gewordenen marokkanischen Asylwerber beschimpft. Der Eintrag sei "aus einem gewissen überschießenden Ärger entstanden", sagt er.

Der Tiroler Nationalratsabgeordnete Werner Königshofer (FPÖ) sorgt wieder einmal für Aufregung: In einem Facebook-Eintrag bezeichnet er einen marokkanischen Asylwerber als "Kanaken".

Der Ausdruck sei "aus einem gewissen überschießenden Ärger entstanden", sagte er dazu am Mittwoch. Bei besagtem Marokkaner handle es sich um einen mehrmals straffällig gewordenen Asylwerber, der der österreichischen Polizei und Justiz "auf der Nase herumtanzt".

Wörtlich schrieb Königshofer mit Bezug auf einen Artikel der "Krone": "Ich würde diesen Kanaken schnappen, in die marokkanische Botschaft in Wien bringen und verlangen, daß (sic!) er binnen 24 Stunden außer Landes gebracht wird. So muß (sic!) man mit diesem Gesindel verfahren!!!"

"Ärger über Nordafrikanerszene in Innsbruck"

Er habe mit dem Eintrag seinem Ärger über die "Nordafrikanerszene" in Innsbruck Ausdruck verleihen wollen, betonte Königshofer. Obwohl einige dieser Asylwerber mehrmals straffällig geworden seien, zum Teil rechtskräftig verurteilt seien, könnten sie nicht abgeschoben werden, weil sie Marokko nicht zurücknehme. "Das kann doch nicht sein", kritisierte der Freiheitliche. In Innsbruck würden sich täglich Menschen durch diese Szene bedroht fühlen.

Mit dem Ausdruck habe er aus seiner Sicht nicht über das Ziel hinaus geschossen. "Wenn ich Dinge prononcierter ausdrücke, wird zumindest darüber geschrieben", argumentierte der Tiroler. Über positive Sachen werde ja selten berichtet.

Königshofer hat bereits öfter mit seinen Aussagen für Schlagzeilen gesorgt. So wetterte er im März 2010 in einem offenen Brief an Kardinal Christoph Schönborn über "Klosterschwuchteln" und "warme Brüder". Später entschuldigte er sich.

Der Anwalt Georg Zanger und der Ex-Polizist Uwe Sailer warfen Königshofer vor zwei Monaten vor, mit der Neonazi-Website "Alpen-Donau-Info" zusammenzuarbeiten.

(APA/Red.)