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Brasilien stoppt Filme gegen Homophobie an Schulen

Brasilien stoppt HomoAufklaerungsfilm fuer
(c) EPA (LEO LA VALLE)
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Auf Druck konservativer Kreise hat Präsidentin Roussef eine Aufklärungskampagne gegen Homophobie gestoppt. Schwulen- und Lesbenverbände zeigten sich enttäuscht.

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat auf Druck konservativer Kreise eine Kampagne mit Aufklärungsfilmen gegen Homosexuellen-Feindlichkeit gestoppt. Sowohl die Produktion als auch die Verteilung des Materials an Schulen würden ausgesetzt, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch. Rousseff habe sich die Videos angesehen und halte sie für die Zielsetzung "ungeeignet". Vorausgegangen war erhebliche Kritik von christlich-konservativen Abgeordneten an dem sogenannten "Anti-Homophobie-Kit".

Der rechte Abgeordnete Jair Bolsonaro beglückwünschte Rousseff: "Mit der Entscheidung wurde verhindert, dass die Schulen mit Material überschwemmt werden, das nicht die Homophobie bekämpft, sondern vielmehr zu Homosexualität stimuliert." Schwulen- und Lesbenverbände zeigten sich enttäuscht. "Das Land kann sich nicht nur dem Willen eines Bereiches, dem konservativsten, unterwerfen. Vorurteile verringert man nur mit Information. So werden wir mehr Ausgrenzung und mehr Gewalt haben", warnte Julio Moreira von der Gruppe "Arco-Iris".

(APA/dpa)