Das musikalische Herz

musikalische Herz
musikalische Herz(c) Salzburger Festspiele
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Die Wiener Philharmoniker sind den Salzburger Festspielen seit
Gründung des Festivals verbunden.

Die Wiener Philharmoniker – sie sind und bleiben das musikalische Kraftzentrum der Salzburger Festspiele. Es war über viele Jahrzehnte nach der Gründung des Festivals selbstverständlich, dass die gesamte orchestrale Last von Opernaufführungen und Konzerten auf den Schultern der Wiener Musiker lag. Erst Ende der Fünfziger-, Anfang der Sechzigerjahre kamen mehr und mehr Gastorchester in die Stadt, zunächst ausschließlich fürs Symphonische, dann auch für Opernproduktionen. Die Auftritte der Philharmoniker bilden dennoch bis heute das musikalische Rückgrat des Festivals. So steht im Eröffnungskonzert Musik von Gustav Mahler auf dem Programm, und zwar ein Werk, das nicht zum gewohnten Kanon philharmonischer Beschäftigung gezählt wird: „Das klagende Lied“. Niemand Geringerer als der Mahler-Spezialist Pierre Boulez hat im Gedenkjahr dieses Frühwerk einstudiert. Zur luxuriösen Solistenriege mit Dorothea Röschmann, Elisabeth Kulman und Johan Botha stößt als Jungstar noch Sopranistin Anna Prohaska, die im ersten Teil des Abends mit Alban Berg beschäftigt sein wird.

Von diesem Mahler-Verehrer erklingen die symphonischen Stücke aus der Oper „Lulu“ und die Arie „Der Wein“, die für Berg so etwas wie ein Trainingsstück war, die Klangwelt der neuen Oper, die zur Gänze in der Zwölftonmethode komponiert ist, in kleinerem Rahmen zu erproben. Tatsächlich glitzert und leuchtet es in der Arie bereits so intensiv und bezaubernd wie in der faszinierenden Opernpartitur. Eine Oper fürs Konzert, das ist nach allgemeiner Auffassung auch Giuseppe Verdis „Requiem“. Riccardo Muti hat dieses Werk gewählt, um seinen Festspielauftritt mit „Macbeth“ abzurunden. Mit einem Solistenensemble, das von der Traumstimme der Krassimira Stoyanova angeführt wird. Auch Christian Thielemann hat ein ergänzendes Programm zu seiner Opernproduktion gewählt: Der Aufführungsserie der „Frau ohne Schatten“ gesellt er die gleichzeitig komponierte „Alpensymphonie“ zur Seite – und führt mit Renée Fleming auch einige Orchesterlieder und das Finale des ersten Akts der „Arabella“ auf, eine Verbeugung vor den Festspielgründern: Beide Operntexte stammen ja aus der Feder von Hugo von Hofmannsthal. Mariss Jansons gruppiert virtuose Ballettmusik, Strawinskys „Petruschka“ und Ravels dämonische Wien-Hommage vom Vorabend des Ersten Weltkriegs, „La Valse“, um das erste Klavierkonzert des Jahresregenten Franz Liszt, dessen Solopart Lang Lang spielen wird.

Und Wiens Generalmusikdirektor, Franz Welser-Möst, widmet sich nebst Gustav Mahlers Arrangement von Schuberts d-Moll-Streichquartett einem direkt von Mahler beeinflussten Stück, der „Lyrischen Symphonie“ von Alexander Zemlinsky, (Solisten: Christine Schäfer und Michael Volle), die ihrerseits wieder Alban Berg als Anregung für seine „Lyrische Suite“ gedient hat, Verbindungslinien in alle Richtungen also, denn die Musik Bergs spielt 2011 auch in anderen Konzertreihen der Festspiele eine Rolle.

Wiener philharmoniker

28. 7. und 31. 7. 2011 mit Pierre Boulez

7. und 8. 8. 2011 mit Christian

Thielemann 14. und 15. 8. 2011 mit Riccardo Muti

20. und 21. 8. 2011 mit Mariss Jansons

25. und 27. 8. 2011 mit Franz Welser- Möst

Alle Konzerte im Großen Festspielhaus

Das komplette Programm unter www.salzburgfestival.at

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