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Luxus-Stadthaus für Strauss-Kahn mit Bar und Heimkino

(c) AP (DAVID KARP)
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Der Ex-IWF-Chef zog in ein Townhouse im New Yorker Stadtteil Tribeca. Die Monatsmiete soll sich auf 60.000 Dollar belaufen. Eine Passantin beschimpfte ihn bei seinem Einzug jedoch gleich als „Schwein“.

Washington. Die Staatsanwaltschaft wollte die neue Adresse Dominique Strauss-Kahns (DSK) partout nicht preisgeben. Sie bat die Medien, von Anfragen abzusehen, nicht ohne im Nachsatz hinzuzufügen: „Ihr bekommt es ja doch heraus.“ Und tatsächlich war es nicht allzu schwierig, die Spur des unter Hausarrest stehenden Ex-IWF-Chefs aufzunehmen, als er in der Nacht zum Donnerstag aus seiner vorübergehenden Unterkunft im New Yorker Finanzdistrikt eskortiert und in sein neues Domizil wenige Blocks entfernt chauffiert wurde. Eine Passantin beschimpfte ihn bei seinem Einzug jedoch gleich als „Schwein“.

Das luxuriöse Stadthaus im In-Viertel Tribeca bietet für eine angebliche Monatsmiete von 60.000Dollar und einem Kaufpreis von 14Mio. Dollar Annehmlichkeiten aller Art: Heimkino, Bar, Dachterrasse, Wellness- und Fitnessbereich – und Spitzenrestaurants gleich um die Ecke. Die kann Strauss-Kahn zwar nicht aufsuchen, doch er kann sich das Essen – wie die Steaks am Mittwochabend, laut „New York Post“ um insgesamt 242Dollar samt 25Dollar Trinkgeld – ins Haus liefern lassen. In der Nachbarschaft logieren Stars wie Robert De Niro.

Unterdessen erwägt das Zimmermädchen, das mutmaßliche Opfer seiner Sexattacke, offenbar eine Zivilklage. Sie heuerte zwei zusätzliche Anwälte an. In Italien verteidigte eine Pornodiva namens Natasha Kiss derweil DSK als galanten Liebhaber.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.05.2011)