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Gerüchte um Dopingtest: Schwimmer Jukic wehrt sich

Gerüchte um Dopingverdacht um Jukic
(c) APA/ROBERT JAEGER (Robert Jaeger)
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Der Weltklasseschwimmer nimmt zum Ablauf der nicht durchgeführten Dopingkontrolle durch die NADA Austria gegenüber der "Presse" Stellung.

Aufregung im österreichischen Schwimmsport: Der österreichische Spitzenschwimmer Dinko Jukic soll nach Medienberichten am Dienstag im Wiener Stadionbad einen Dopingtest durch die NADA verweigert haben. Was sich an seiner Trainingsstätte tatsächlich ereignet hat, stellte der Sportler in einer Sachverhaltsdarstellung dar, die er der "Presse" exklusiv übermittelte.

Bei seinem Eintreffen um 16 Uhr zu seinem zweistündigen Training sei er von einem  Kontrolleur der NADA Austria darüber informiert worden, dass eine „Out of Competition“ Kontrolle vorgenommen werden solle, berichtet Jukic. Daraufhin sei er dem NADA-Mann in den Erste Hilfe-Raum des Stadionbades gefolgt, wo die Blutabnahme hätte stattfinden sollen.

Jukic moniert Umstände der Blutabnahme

Aufgrund der vorgefundenen mangelhaften sanitären Bedingungen - eine Blutabnahme durch die Ärztin ohne sterile Handschuhe - habe sein Vater, zugleich auch sein Trainer, gebeten, die Kontrolle erst nach Absolvierung seines Trainings durchzuführen. Begründet wurde dies
mit gesundheitlichen Gründen, insbesondere aufgrund der hohen Infektionsgefahr. Die Abgabe einer Urinprobe war ihm zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, so der Weltklasse-Athlet.

Nachdem ihm in der Folge ein Training mit der Argumentation  „ich könnte ja ins Wasser urinieren“ 45 Minuten lang verweigert wurden, durfte er seine Schwimmeinheiten mit Genehmigung durch den NADA-Kontrollor dann doch beginnen. Die Dopingkontrolle sollte dann nach dem Ende des Trainings durchgeführt werden. Daraufhin habe er, so Jukic, seine Übungseinheit mit entsprechender Verspätung begonnen. 15 Minuten vor dem Ende des zweistündigen Trainings habe ihm dann plötzlich der Kontrollor eröffnet, dass er den Sachverhalt als Verweigerung der  Blutabnahme werte, zeigte sich der Schwimmer überrascht. In der Folge habe das Kontrollteam der NADA Austria das Trainingsgelände verlassen, so der vielfache Staatsmeister.

Mit dem Nada-Kontrollor war Jukic schon einmal zusammengeraten, wie er ausführt: Konkret zeigte der Prüfer auch damals keinerlei Verständnis dafür, ein bereits begonnenes Training nicht abzubrechen, erzählte der Ausnahmeathlet. Letzten Endes wurde damals die Kontrolle unverzüglich nach dem Abschluss des Trainings vorgenommen.

OSV wünscht rasche Aufklärung

Am Donnerstagabend bestätigte der Schwimmverband in einer Aussendung, dass Dinko Jukic einer unangekündigten Dopingkontrolle unterzogen werden sollte. Zwischen dem Athleten und den Kontrolleuren der NADA sei es zu Unstimmigkeiten über den methodischen Ablauf der Kontrolle und den mangelhaften hygienischen Bedingungen vor Ort gekommen und in Folge dessen fand keine Dopingkontrolle statt, schrieb der Verband, der von Jukic informiert wurde.

Der OSV wird nun die Prüfberichte der NADA abwarten. "Für Dinko gilt die Unschuldsvermutung und wir erwarten, dass die Vorfälle rasch aufgeklärt werden", erklärte OSV-Generalsekretär Thomas Gangel via Pressemitteilung.

Die Verweigerung eines Dopingtests ist als positiver Dopingtest zu werten und hat die Einleitung eines Verfahrens zur Folge.

 

 

(Red.)