Berichte über einen Einstieg der Russen bei der Raiffeisen Bank International werden dementiert.
Wien/Höll. Im Vorjahr musste UniCredit-Chef Alessandro Profumo nach Differenzen über den Einstieg des libyschen Staatsfonds den Hut nehmen. Nun berät er die staatliche russische Sberbank. Unter Profumo war UniCredit mit der Übernahme der Bank Austria zum größten Finanzkonzern in Osteuropa aufgestiegen. Nun hilft der Manager den Russen bei der Expansion. Dabei soll Österreich eine Schlüsselrolle einnehmen.
Die Sberbank gilt als Favorit für die Übernahme der Osteuropa-Holding des Volksbanken-Spitzeninstituts ÖVAG. Sie will dafür über eine Mrd. Euro zahlen. Laut „Financial Times“ prüft die Sberbank auch, im Rahmen einer Kapitalerhöhung bei der „Raiffeisen Bank International“ (RBI) einzusteigen. Ein RIB-Sprecher schloss dies jedoch aus. Nach Ansicht der „Financial Times“ seien Österreichs Banken unterkapitalisiert und bräuchten Geld.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.05.2011)