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Energiekosten für Haushalte im April stark gestiegen

Tanken war im April wesentlich teurer
(c) AP (Uwe Lein)

Die privaten Haushalte mussten im April bei einem Plus von 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat tief in die Tasche greifen. Der Preisindex stieg zweistellig an. Diesel war um 21,1 Prozent.

Die privaten Haushalte mussten im April 2011 deutlich mehr für Energie zahlen als im Jahr davor. Verteuert haben sich vor allem Treibstoffe und Heizöl, aber auch Gas. Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) stieg im April 2011 gegenüber April 2010 um 11,1 Prozent. Im Vergleich zum März 2011 gab es einen Anstieg um 1,5 Prozent. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex (VPI) erhöhte sich im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,3 Prozent, gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent.

Tanken verteuerte sich enorm

Superbenzin verteuerte sich im April im Jahresvergleich um 13,4 Prozent, Diesel um 21,1 Prozent und Heizöl um 23,8 Prozent. Der Strompreis stieg im Jahresabstand um 0,2 Prozent, der Gaspreis um 7 Prozent. Fernwärme war um 1,6 Prozent teurer. Die Preise für feste fossile Brennstoffe stiegen durchschnittlich um 1,5 Prozent. Brennholz war um 1,6 Prozent teurer. Holzbriketts verbilligten sich um 2,8 Prozent.

Im Vergleich zum März 2011 lagen die Teuerungen zwischen 4,3 Prozent bei Gas und 0,2 Prozent bei der Fernwärme. Gesunken sind im Monatsabstand saisionbedingt die Preise für Holzpellets und Holzbriketts.

Investitionen in erneuerbare Energien

Der nachhaltig erkennbare Trend der Steigerung der Energiepreise durch stetig steigende Nachfrage sollte mehr denn je motivieren, Investitionen in erneuerbare Energien verstärkt zu prüfen und Projekte mit ausreichendem Kosten-Nutzen-Verhältnis voranzutreiben, so Energieagentur-Geschäftsführer Fritz Unterpertinger.

Der erwartbare Rückgang von Strom aus Atomkraft sei damit ein zusätzliches Argument für den Ausbau der Erneuerbaren aber auch für die dafür notwendige Transport- und Speicherinfrastruktur. Gerade in Bezug auf die Erneuerbaren sei ein notwendiges europäisches Ausgleichssystem ein Schritt in die europäische Energiesolidarität. Österreich könne mit seinem enormen Wasserkraftanteil einen beachtlichen Beitrag leisten.

(APA)