Signa-Hotelprojekt: Verzögerung ohne Probleme

Ehemalige Länderbankzentrale am Hof
Ehemalige Länderbankzentrale am HofTecht
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Die Präsentation des neuen Betreibers für die ehemalige Länderbankzentrale am Hof soll im Juni erfolgen. Für 2012 ist die Fertigstellung des Tuchlauben-Projekts geplant.

Wien - Der Betreiber des Wiener Hotelprojekts des Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko hätte eigentlich im Mai bekanntgegeben werden sollen, doch daraus wird nichts: "Das Ganze verzögert sich", erklärte ein Sprecher des Investors. Die Präsentation solle "definitiv" im Juni erfolgen, wurde versichert. Benko, Chef der Signa Holding, will die ehemalige Länderbankzentrale am Hof in ein Luxushotel umbauen.

Der Sprecher betonte, dass sich zwar die Betreiberbekanntgabe verzögere, es aber "keinerlei Probleme" gebe. Vielmehr würde es noch Verhandlungen mit "allen möglichen Stellen" geben: "Die muss man ordentlich abschließen", erklärte er. Benko kaufte die ehemalige Länderbankzentrale am Hof im Jahr 2008. Die Fertigstellung des Hotels sei im Frühjahr 2013 geplant.

"Teures Pflaster" Tuchlauben

Wenige Meter davon entfernt und im Zeitplan entwickelt die Signa Holding eine weitere Immobilie: Dabei handelt es sich um einen 11.000 Quadratmeter großen Komplex auf der Tuchlauben. Der Bau, inklusive einem inzwischen geschlossenen Kino und dem Penthouse, in dem einst Helmut Elsner wohnte, wurde 2007 übernommen. Vorbesitzer war die Bawag. Geplant sind Geschäfte, Büros und Luxuswohnungen. Die Fertigstellung sei im zweiten Quartal 2012 geplant.

Der erste künftige Mieter wurde kürzlich der Öffentlichkeit präsentiert: Die Edelmarke Louis Vuitton wird dort im Sommer 2012 einen Shop eröffnen. Die anderen Mieter würden "nach und nach" bekanntgegeben werden, kündigte der Sprecher an.

Planänderung auf der Freyung

Seit 2010 im Eigentum von Benkos Signa Holding befindet sich das Palais auf der Freyung, in dem sich das Bank Austria Kunstforum befindet. Ursprünglich war geplant gewesen, dass die Ausstellungshalle im Herbst in einem Gebäude in der Seitzergasse, das ebenfalls der Signa Holding gehört, neu eröffnet. Doch der Umzug wurde Ende 2010 abgeblasen. Die geringe Höhe der Räumlichkeiten in der Seitzergasse hätte sich als nicht tauglich für eine Bespielung mit Ausstellungen erwiesen, wurde damals die Planänderung begründet.

Vorerst bleibt offenbar alles so wie es derzeit ist: Momentan, so wurde betont, gebe es keine weiteren Übersiedlungspläne. Rund um die Großimmobilien ist geplant, die Fußgängerzone auszudehnen. Diese soll dann vom Kohlmarkt/Graben bis zur ehemaligen Länderbankzentrale reichen. (APA/red.)

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