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Google: Betrüger knacken hunderte Gmail-Konten

File photo shows Googles logo on a computer screen in San Francisco s logo on a computer screen in San Francisco
(c) REUTERS (Robert Galbraith)
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Hunderte Nutzer von Googles E-Mail-Dienst sind Opfer von Betrügern geworden. Unter den Betroffenen sind angeblich hochrangige US-Regierungsmitarbeiter und chinesische Regimegegner.

Unbekannte sind nach Angaben von Google in hunderte Konten des E-Mail-Dienstes Gmail eingedrungen. Zu den Geschädigten gehören angeblich auch hochrangige US-Regierungsmitarbeiter, chinesische Regimegegner, Journalisten, Militärs sowie Amtsträger aus Asien, vor allem aus Südkorea.

Die USA gehen nicht davon aus, dass bei dem Hackerangriff auf E-Mail-Postfächer der Regierung zugegriffen wurde. Es gebe keinen Grund für die Annahme, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Washington. Die Regierung bemühe sich derzeit, alle Fakten zusammenzubekommen. Auch das FBI wurde eingeschaltet. Die Ermittlungsbehörde arbeite mit Google zusammen, teilte eine Sprecherin mit.

Die Angreifer hätten sich die Passwörter erschlichen und hätten dann vermutlich den E-Mail-Verkehr ausspioniert, teilte Google-Sicherheitsexperte Eric Grosse am Mittwoch im firmeneigenen Blog mit. Die Betrüger nutzten Phishing-E-Mails, um an die Passwörter ihrer Opfer zu gelangen. Dabei werden Nachrichten verschickt, die scheinbar von Google kommen und in denen in der Regel aufgefordert wird, auf einer Webseite das eigene Passwort zu bestätigen. Diese Phishing-Webseiten sehen seriös aus, dienen Angreifern jedoch, um eingegebene Passwörter abzugreifen. Google habe die Attacke bemerkt und unterbunden. Die Geschädigten seien informiert und ihre Konten gesichert worden. Zudem habe Google die Behörden informiert.

Nutzer sollen wachsam sein

Die Attacke scheine aus der chinesischen Stadt Jinan heraus geführt worden zu sein, schrieb Google-Fachmann Grosse. Er forderte alle Gmail-Nutzer auf, wachsam zu sein, ihre Konten auf ungewöhnliche Einstellungen etwa bei der E-Mail-Weiterleitung hin zu überprüfen und sichere Passwörter zu verwenden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Google und seine Nutzer das Ziel von chinesischen Hackern wurden. Der Konzern war nach eigenen Angaben 2009 massiv angegriffen worden. Damals hatten die Hacker ebenfalls versucht, die E-Mail-Konten von Regimegegnern zu knacken. Google prangerte den Vorgang öffentlich an und ging auf Konfrontationskurs mit der chinesischen Führung. In den USA wird vermutet, dass Peking hinter den damaligen Attacken steckt.

(Ag. / Red.)