Wiener Börse zu Mittag: ATX weiter im Minus

Entgegen dem europäischen Umfeld tendierte der heimische Index zum Wochenausklang in der Verlustzone.

Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, zu Mittag bei hohem Volumen mit leichterer Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2755,42 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 21,33 Punkten bzw. 0,77 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,32 Prozent, FTSE/London +0,16 Prozent und CAC-40/Paris +0,18 Prozent.

Entgegen dem europäischen Umfeld tendierte der heimische Index zum Wochenausklang in der Verlustzone. Nennenswerte Unternehmensnachrichten gab es bisher kaum. Für neue Impulse könnte vor allem der am Nachmittag erwartete US-Arbeitsmarktbericht für Mai sorgen. Zuletzt fielen die US-Daten weitgehend enttäuschend aus.

Belastet hatten unter anderem OMV (minus 2,18 Prozent auf 28,00 Euro) und Wienerberger (minus 2,06 Prozent auf 13,06 Euro). Auch Raiffeisen Bank sackten um klare 1,91 Prozent auf 37,00 Euro ab. Erste Group hingegen konnten ein Kursplus von 0,38 Prozent auf 34,52 Euro verzeichnen.

Auch Versicherungswerte zeigten sich schwächer. Vienna Insurance Group verloren 1,16 Prozent auf 38,65 Euro, UNIQA sanken 1,02 Prozent auf 15,05 Euro. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat heute ihre Bewertung für die UNIQA-Gruppe mit "A" und für die UNIQA-Versicherungen mit "A-" bestätigt. Der Ausblick bleibt jedoch aufgrund der Risiken im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung und dem geplanten Restrukturierungsprogramm negativ.

In der Früh meldeten sich die Wertpapierexperten der Erste Group mit einer Neueinschätzung der conwert-Titel zu Wort. Die Analysten haben das Kursziel leicht von 12, auf 12,40 Euro angehoben, das Anlagevotum "Hold" blieb jedoch erhalten. Bis Mittag büßten die Anteilsscheine 0,55 Prozent auf 11,67 Euro ein.

Auch für die Papiere der Telekom Austria gab es neue Analystenmeinungen. Die Experten von JP Morgan haben das Kursziel für die Telekom-Titel von 12,50 Euro auf 10,50 Euro nach unten revidiert. Die Anlageempfehlung lautet weiterhin auf "Overweight". Telekom Austria zeigten sich mit einem Abschlag von 0,87 Prozent auf 8,90 Euro.

Darüber hinaus haben die Analysten der Berenberg Bank am gestrigen Donnerstag, an welchem die Wiener Börse feiertagsbedingt geschlossen blieb, das Kursziel für die Titel des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann von 67 auf 68 Euro angehoben. Die Anlageempfehlung "Hold" blieb indessen aufrecht. Schoeller-Bleckmann tendierten zu Mittag um minimale 0,06 Prozent höher bei 67,10 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 2776,79 Punkten, das Tagestief lag knapp nach 11:00 Uhr bei 2746,90 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,72 Prozent tiefer bei 1343,58 Punkten. Im prime market zeigten sich zwölf Titel mit höheren Kursen, 27 mit tieferen und einer unverändert.

Bis dato wurden im prime market 2.222.063 (Vortag: 1.566.807) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 78,222 (51,23) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher OMV mit 358.965 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 20,23 Millionen Euro entspricht.

(APA)

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