Händler berichten von einem ereignislosen Geschäft. Der anstehende US-Arbeitsmarktbericht könnte noch für neue Impulse sorgen.
Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, am Nachmittag bei hohem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2759,30 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 17,45 Punkten bzw. 0,63 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,29 Prozent, FTSE/London +0,05 Prozent und CAC-40/Paris -0,08 Prozent.
Händler berichteten zum Wochenausklang von einem "für einen Fenstertag typischen", ereignislosen Geschäft. Es fehle an der Wiener Börse sowohl an einflussreichen Käufern als auch an einer eindeutigen Anleger-Stimmung, die eine Richtung vorgeben könnte, hieß es. Der für den frühen Nachmittag anstehende US-Arbeitsmarktbericht könnte aber kurzfristig neue Impulse bringen, so Marktteilnehmer. Nennenswerte Unternehmensnachrichten blieben bisher weitgehend aus.
Belastet wurde der ATX vor allem durch die Kursverluste von OMV (minus 1,94 Prozent auf 28,07 Euro) und Wienerberger (minus 1,84 Prozent auf 13,09 Euro). Aber auch Raiffeisen Bank sanken deutlich um 1,90 Prozent auf 37,01 Euro. Erste Group hingegen konnten ein kleines Kursplus von 0,12 Prozent auf 34,43 Euro verzeichnen.
In der Verlustzone zeigten sich unter anderem die Titel des Versicherers UNIQA. Diese fielen um 1,22 Prozent auf 15,02 Euro. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat heute ihre Bewertung für die UNIQA-Gruppe mit "A" und für die UNIQA-Versicherungen mit "A-" bestätigt. Der Ausblick bleibt jedoch aufgrund der Risiken im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung und dem geplanten Restrukturierungsprogramm negativ, hieß es.
Im Blick waren auch einige Analystenkommentare. So haben die Wertpapierexperten der Erste Group das Kursziel für conwert von 12 auf 12,40 Euro angehoben. Das Anlagevotum bleibt weiterhin bei "Hold". conwert-Anteilsscheine büßten 0,68 Prozent auf 11,65 Euro ein.
Auch für die Papiere der Telekom Austria gab es eine neue Analystenmeinung. Die Experten der Investmentbank JP Morgan haben ihr Kursziel für die Telekom-Titel von 12,50 Euro auf 10,50 Euro reduziert. Die Anlageempfehlung beließen die Analysten bei "Overweight". Die Papiere der Telekom Austria tendierten am frühen Nachmittag um 1,05 Prozent schwächer bei 8,88 Euro.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 10.00 Uhr bei 2776,79 Punkten, das Tagestief lag knapp nach Handelsstart bei 2.746,90 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,65 Prozent bei 1.344,62 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market zehn Titel mit höheren Kursen, 28 mit tieferen und zwei unverändert.
Bis dato wurden im prime market 3.376.069 (Vortag: 2.462.104) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 118,492 (81,03) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher OMV mit 479.498 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 26,97 Millionen Euro entspricht.
(APA)