Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten drückten die Leitbörsen Europas deutlich ins Minus. Der ATX gab 0,45 Prozent nach.
Nach einem durchwegs schwachen Handelstag ging der ATX entgegen dem europäischen Trend mit etwas tieferer Tendenz ins Wochenende. Marktteilnehmer an der Wiener Börse sprachen von einem "für einen Fenstertag typischen", ereignislosen Geschäft ohne nennenswerte Impulse. Der ATX fiel 12,38 Punkte oder 0,45 Prozent auf 2764,37 Einheiten.
Am Nachmittag schlug der enttäuschende US-Arbeitsmarktbericht weiter auf die Stimmung am heimischen Markt und drückte auch die bis dahin kaum bewegten Leitbörsen Europas deutlicher ins Minus. Während sich diese aber vor dem Hintergrund des positiven Sparzeugnisses für Griechenland bis Handelsschluss wieder mehrheitlich in die Gewinnzone retten konnten, verblieb der ATX den gesamten Handelsverlauf über im roten Bereich.
Belastet hatten den Index unter anderem Wienerberger (minus 1,31 Prozent auf 13,15 Euro) und OMV (minus 2,48 Prozent auf 28,91 Euro). Seit heute notiert an der Wiener Börse eine nachrangige OMV-Hybridschuldverschreibung im Ausmaß von 750 Mio. Euro. Die Ratingagentur Moody's bestätigte ihre vorläufige Bewertung der Anleihe mit Baa3 und einem stabilen Ausblick.
Ohne klare Linie tendierten indessen Bankenwerte. Während Raiffeisen mit einem deutlichen Minus von 1,29 Prozent auf 37,24 Euro aus der Sitzung gingen, konnten Erste Group ein Plus von 0,65 Prozent auf 34,62 Euro ins Wochenende mitnehmen.
Für Aufmerksamkeit sorgten auch einige neue Analystenkommentare. Die Wertpapierexperten der Erste Group haben das Kursziel für conwert von 12 auf 12,40 Euro angehoben. Das Anlagevotum bleibt weiterhin bei "Hold". conwert-Anteilsscheine büßten 0,13 Prozent auf 11,72 Euro ein.
Darüber hinaus haben die Experten der Investmentbank JP Morgan ihr Kursziel für die Titel der Telekom Austria von 12,50 Euro auf 10,50 Euro reduziert. Die Anlageempfehlung beließen die Analysten bei "Overweight". Die Papiere der Telekom Austria tendierten am frühen Nachmittag um 1,74 Prozent schwächer bei 8,82 Euro.
Schließlich haben die Analysten von Goldman Sachs die Titel der Andritz auf ihre "Conviction Buy"-Liste gesetzt und das Kursziel von 90 auf 110 Euro angehoben. Zu Handelsschluss tendierten die Papiere um 0,67 Prozent schwächer bei 73,00 Euro.
(APA)