Nachrichten Meinung Magazin
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Playbook im Test

Blackberrys iPad-Antwort im Miniformat

Das Blackberry-Tablet ist klein, verspielt, aber ohne Blackberry-Smartphone kaum geschäftstauglich. DiePresse.com hat es ausprobiert.
02.01.2017 um 13:20
  • Drucken
Hauptbild • (c) DiePresse.com (Sara Gross)
"Irgendwie winzig" ist eine häufige erste Reaktion auf das Blackberry Playbook - vor allem, wenn es von iPad-Besitzern begutachtet wird. Mit seinen 7 Zoll ist es nur wenig größer als ein halbes Motorola Xoom oder Apple iPad. Dennoch: Feinste Technik und solide Verarbeitung machen das Playbook zum Spielzeug der Extraklasse. Für den beruflichen Alltag ist es jedoch nur bedingt geeignet.
"Irgendwie winzig" ist eine häufige erste Reaktion auf das Blackberry Playbook - vor allem, wenn es von iPad-Besitzern begutachtet wird. Mit seinen 7 Zoll ist es nur wenig größer als ein halbes Motorola Xoom oder Apple iPad. Dennoch: Feinste Technik und solide Verarbeitung machen das Playbook zum Spielzeug der Extraklasse. Für den beruflichen Alltag ist es jedoch nur bedingt geeignet.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Das Playbook ist in mattes, gummiertes Plastik gehüllt und liegt nicht zuletzt wegen seiner knappen 425 Gramm besonders gut in der Hand. Zum Vergleich: Das Motorola Xoom wiegt 730 Gramm und das iPad 2 615 Gramm. Hardware-Knopfe hat der Hersteller RIM lediglich an der Oberseite des knapp einen Zentimeter dicken Rahmens angebracht. Der Lautstärkeregler wird dort von einem Play-Knopf unterbrochen, der auf längeren Druck auch auf Lautlos schaltet.
Das Playbook ist in mattes, gummiertes Plastik gehüllt und liegt nicht zuletzt wegen seiner knappen 425 Gramm besonders gut in der Hand. Zum Vergleich: Das Motorola Xoom wiegt 730 Gramm und das iPad 2 615 Gramm. Hardware-Knopfe hat der Hersteller RIM lediglich an der Oberseite des knapp einen Zentimeter dicken Rahmens angebracht. Der Lautstärkeregler wird dort von einem Play-Knopf unterbrochen, der auf längeren Druck auch auf Lautlos schaltet.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Der Homescreen erinnert auf den ersten Blick ein wenig an Android. Sehr schnell wird aber klar, dass es hier nur wenige Gemeinsamkeiten gibt. Im Unterschied zu Android, kann unter dem Blackberry Tablet OS die freie Fläche über der App-Leiste nicht für Widgets oder Shortcuts genutzt werden.
Der Homescreen erinnert auf den ersten Blick ein wenig an Android. Sehr schnell wird aber klar, dass es hier nur wenige Gemeinsamkeiten gibt. Im Unterschied zu Android, kann unter dem Blackberry Tablet OS die freie Fläche über der App-Leiste nicht für Widgets oder Shortcuts genutzt werden.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Den freien Platz nutzt das Blackberry-Tablet für geöffnete Anwendungen und sorgt so für ein einfaches Multitasking. Befindet man sich gerade im Vollbildmodus eines Programms, gelangt man in diese Ansicht indem der Bildschirm nach oben "gewischt" wird.
Den freien Platz nutzt das Blackberry-Tablet für geöffnete Anwendungen und sorgt so für ein einfaches Multitasking. Befindet man sich gerade im Vollbildmodus eines Programms, gelangt man in diese Ansicht indem der Bildschirm nach oben "gewischt" wird.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Am Homescreen lässt sich durch eine Fingerbewegung auch eine Übersicht über alle installierten Programme öffnen.
Am Homescreen lässt sich durch eine Fingerbewegung auch eine Übersicht über alle installierten Programme öffnen.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Die obere Statusleiste bietet schnellen Zugriff auf wichtige Einstellungen und ...
Die obere Statusleiste bietet schnellen Zugriff auf wichtige Einstellungen und ...
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
... den Kalender.
... den Kalender.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Anwendungen können wie unter Android oder iOS in einem eigenen Store gekauft bzw. geladen werden. Offizielle Apps gibt es bereits von ganz großen Anbietern wie Facebook oder Twitter. Für andere beliebte Anwendungen - wie etwa der Datei-Speicher Dropbox - haben Drittanbieter Apps geschrieben. Für viele - darunter auch das beliebte Evernote - gibt es jedoch noch keine Playbook-App.
Anwendungen können wie unter Android oder iOS in einem eigenen Store gekauft bzw. geladen werden. Offizielle Apps gibt es bereits von ganz großen Anbietern wie Facebook oder Twitter. Für andere beliebte Anwendungen - wie etwa der Datei-Speicher Dropbox - haben Drittanbieter Apps geschrieben. Für viele - darunter auch das beliebte Evernote - gibt es jedoch noch keine Playbook-App.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Eine typische Tablet-Funktion glänzt am Playbook jedoch durch Abwesenheit. E-Mails per Push zu empfangen - egal, ob über Hotmail und Co. oder Exchange - ist schlichtweg nicht möglich. Dabei war genau das immer der Trumpf der Blackberrys. Webmail-Accounts können lediglich über den Browser abgerufen werden - ein eigenes Mail-Programm fehlt. RIM setzt hier auf eine Verbindung mit einem Blackberry-Smartphone, über die dann alle Termine, E-Mails und Kontakte aufs Tablet geholt werden, solange die Verbindung aufrecht ist.
Eine typische Tablet-Funktion glänzt am Playbook jedoch durch Abwesenheit. E-Mails per Push zu empfangen - egal, ob über Hotmail und Co. oder Exchange - ist schlichtweg nicht möglich. Dabei war genau das immer der Trumpf der Blackberrys. Webmail-Accounts können lediglich über den Browser abgerufen werden - ein eigenes Mail-Programm fehlt. RIM setzt hier auf eine Verbindung mit einem Blackberry-Smartphone, über die dann alle Termine, E-Mails und Kontakte aufs Tablet geholt werden, solange die Verbindung aufrecht ist.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Die Verbindung zum Blackberry-Smartphone ist auch die einzige Möglichkeit, unterwegs eine mobile Internetverbindung aufzubauen: Mobiles Internet über ein 3G-Modul ist am Playbook nämlich nicht vorgesehen. Aber, wie der Name schon verrät, für verspielte Nutzer hat das Playbook auch ohne Blackberry-Smartphone einiges zu bieten, ...
Die Verbindung zum Blackberry-Smartphone ist auch die einzige Möglichkeit, unterwegs eine mobile Internetverbindung aufzubauen: Mobiles Internet über ein 3G-Modul ist am Playbook nämlich nicht vorgesehen. Aber, wie der Name schon verrät, für verspielte Nutzer hat das Playbook auch ohne Blackberry-Smartphone einiges zu bieten, ...
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
... zum Beispiel das Autorennspiel Need for Speed, das vorinstalliert mitgeliefert wird. Hier ist das Format ein echter Vorteil: Auf keinem anderen Tablet kann dieses Spiel gemütlich mit einer Hand gesteuert werden.
... zum Beispiel das Autorennspiel Need for Speed, das vorinstalliert mitgeliefert wird. Hier ist das Format ein echter Vorteil: Auf keinem anderen Tablet kann dieses Spiel gemütlich mit einer Hand gesteuert werden.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Bei Spielen und anderen bewegten Inhalten zeigt sich auch das volle Potenzial des Multitasking: In den kleinen Vorschaubildern bleibt die App aktiv - sogar das Auto in Need for Speed lässt sich weiterhin lenken.
Bei Spielen und anderen bewegten Inhalten zeigt sich auch das volle Potenzial des Multitasking: In den kleinen Vorschaubildern bleibt die App aktiv - sogar das Auto in Need for Speed lässt sich weiterhin lenken.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Das funktioniert auch bei YouTube: Das entsprechende Video läuft einfach im Kleinformat weiter.
Das funktioniert auch bei YouTube: Das entsprechende Video läuft einfach im Kleinformat weiter.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Laufen YouTube oder der Musik-Player im Hintergrund weiter, erscheint in der Statusleiste ein kleines Symbol, das einen Schnellzugriff auf wichtige Steuerelemente bietet.
Laufen YouTube oder der Musik-Player im Hintergrund weiter, erscheint in der Statusleiste ein kleines Symbol, das einen Schnellzugriff auf wichtige Steuerelemente bietet.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Musik kann man auf dem Playbook drekt über einen iTunes-ähnlichen Shop beziehen. Das Angebot stammt von 7digital und umfasst rund 13 Millionen Mp3s.
Musik kann man auf dem Playbook drekt über einen iTunes-ähnlichen Shop beziehen. Das Angebot stammt von 7digital und umfasst rund 13 Millionen Mp3s.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Der Browser hat ein kleines Gustostückerl auf Lager. Er unterstützt Flash und zeigt somit viele Inhalte - wie etwa Spiele - die iPad-Nutzern vorenthalten bleiben. Nicht umsonst wurde das Tablet erstmals auf der Entwicklerkonferenz von Adobe im Herbst 2010 präsentiert.
Der Browser hat ein kleines Gustostückerl auf Lager. Er unterstützt Flash und zeigt somit viele Inhalte - wie etwa Spiele - die iPad-Nutzern vorenthalten bleiben. Nicht umsonst wurde das Tablet erstmals auf der Entwicklerkonferenz von Adobe im Herbst 2010 präsentiert.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Weniger angenehm überraschend ist die Karten-App. RIM setzt auf Bing Maps von Microsoft, das auf dem Tablet leider gar nicht flüssig laufen will und auch bei der Umgebungssuche nur einzelne Restaurants, Bars oder Geschäfte anzeigt.
Weniger angenehm überraschend ist die Karten-App. RIM setzt auf Bing Maps von Microsoft, das auf dem Tablet leider gar nicht flüssig laufen will und auch bei der Umgebungssuche nur einzelne Restaurants, Bars oder Geschäfte anzeigt.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Bei dem Test ist es auch nach mehrmaligen Versuchen nicht gelungen, den eigenen Standort anzuzeigen.
Bei dem Test ist es auch nach mehrmaligen Versuchen nicht gelungen, den eigenen Standort anzuzeigen.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Bei den beiden Kameras hat sich RIM bemüht: Kein anderes Tablet bietet an der Vorderseite 3 Megapixel. Damit sind tatsächlich brauchbare Selbstporträts möglich. Die Kamera auf der Rückseite fotografiert mit 5 Megapixel.
Bei den beiden Kameras hat sich RIM bemüht: Kein anderes Tablet bietet an der Vorderseite 3 Megapixel. Damit sind tatsächlich brauchbare Selbstporträts möglich. Die Kamera auf der Rückseite fotografiert mit 5 Megapixel.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Einige praktische Apps für den beruflichen oder studentischen Alltag hat der Hersteller dann doch eingebaut. Eine Tabellenkalkulation, eine Textverarbeitung und ein Präsentationsprogramm sind vorinstalliert.
Einige praktische Apps für den beruflichen oder studentischen Alltag hat der Hersteller dann doch eingebaut. Eine Tabellenkalkulation, eine Textverarbeitung und ein Präsentationsprogramm sind vorinstalliert.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Wirklich praktisch ist die Möglichkeit, Dateien per WLAN freizugeben und diese Freigabe per Passwort zu schützen.
Wirklich praktisch ist die Möglichkeit, Dateien per WLAN freizugeben und diese Freigabe per Passwort zu schützen.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)
Fazit: Das Playbook ist vor allem ohne die Paarung mit einem entsprechenden Smartphone nicht mehr als ein teures Spielzeug. Dafür aber ein sehr gutes: Auch aufwendige Spiele laufen flüssig und Flash im Browser liefert uneingeschränktes Internet. In der günstigsten Variante mit 16 Gigabyte Speicher wird das Playbook rund 500 Euro kosten.
Fazit: Das Playbook ist vor allem ohne die Paarung mit einem entsprechenden Smartphone nicht mehr als ein teures Spielzeug. Dafür aber ein sehr gutes: Auch aufwendige Spiele laufen flüssig und Flash im Browser liefert uneingeschränktes Internet. In der günstigsten Variante mit 16 Gigabyte Speicher wird das Playbook rund 500 Euro kosten.
(c) DiePresse.com (Sara Gross)

Zum „Das Wichtigste des Tages“ Newsletter anmelden

Die Presse

Der einzigartige Journalismus der Presse. Jeden Tag. Überall.

Abonnieren

  • Impressum
  • Alternative Streitbeilegung
  • AGB
  • Datenschutz
  • Cookie Policy
  • Cookie Einstellungen
  • Vermarktung
  • Hilfe, Kontakt & Service
  • Newsletter
Copyright 2023 Die Presse

Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.