Der österreichische Baukonzern hat den Auftrag zum Bau einer Autobahn im Wert von 166 Millionen Euro erhalten.
Der börsenotierte österreichische Baukonzern Strabag hat in Rumänien einen Auftrag zum Bau einer Autobahn im Wert von 166 Millionen Euro erhalten. "Das ist der bisher größte Einzelauftrag für die Strabag im Verkehrswegebau in Rumänien", sagte der zuständige Strabag-Manager Raimund Desalla am Dienstag im Gespräch mit der APA.
Die Arbeiten umfassen den Neubau einer insgesamt 24 Kilometer langen vierspurigen Autobahn mit zwei Pannenstreifen und sollen im Sommer 2013 abgeschlossen sein. 98 Prozent der eingesetzten Arbeitskräfte sollen aus Rumänien kommen, so Desalla.
Das Abschnitt zwischen Orastie und Sibiu ist Teil des Paneuropäischen Korridors 4, der vom rumänisch-ungarischen Grenzübergang Nadlac über die Hauptstadt Bukarest bis nach Constanta am Schwarzen Meer führt.
"Sehr hoher Nachholbedarf"
Die Strabag sieht in Südosteuropa - neben Russland - derzeit ihre größten Wachstumstreiber. "Das sind Länder mit einem sehr hohen Nachholbedarf", sagte Desalla. Rumänien sei zwar fast dreimal so groß wie Österreich, sein funktionierendes Autobahnnetz umfasse aber nur 360 Kilometer. Österreich habe hingegen 1.600 Kilometer Autobahnen. Insgesamt werde der Ausbau des rumänischen Autobahnnetzes 3,3 Milliarden Euro bis 2014 kosten, so Desalla. "Wir bewerben uns um alle Aufträge."
Finanzierung aus EU-Mitteln
Finanziert wird der Auftrag zu 85 Prozent aus EU-Mitteln (European Funds POS-T), den Rest muss der rumänische Staat selbst finanzieren. Rumänien habe mit Anca Boagiu eine sehr aktive Transportministerin, berichtete Desalla. Sie habe am Dienstag angekündigt, bis 2014 ein Fünftel der Mittel aus Brüssel für Infrastrukturprojekte zu verwenden.
(APA)