Das Börsenumfeld hat sich am Freitag kaum von der Stelle bewegt. Sorgen um die Entwicklung der Weltwirtschaft drücken auf die Stimmung.
Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, am Nachmittag bei schwachem Volumen mit freundlicher Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2730,06 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 11,45 Punkten bzw. 0,42 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,18 Prozent, FTSE/London -0,12 Prozent und CAC-40/Paris -0,47 Prozent.
Das europäische Börsenumfeld hat sich am Freitag kaum von der Stelle bewegt. Die Leitindizes schwankten zwischen Gewinn- und Verlustgrenze und konnten sich für keine einheitliche Richtung entscheiden. Mangels Konjunkturdaten gab es von fundamentaler Seite keine Anhaltspunkte für die Marktteilnehmer. Allerdings drückten die Sorgen um die Entwicklung der Weltwirtschaft auf die Stimmung der Börsianer, hieß es aus dem Handel. Die Skepsis über die US-Konjunktur halte an und die jüngsten Exportdaten aus China hätten enttäuscht.
Weiterhin gut gesucht waren in Wien die schwergewichtigen Titel der Erste Group (plus 1,32 Prozent auf 34,42 Euro) und voestalpine (plus 1,23 Prozent auf 35,77 Euro). Beim Stahlkonzern meldeten sich die UniCredit-Analysten mit einer Kaufempfehlung "buy" zu Wort. Sie erhöhten gleichzeitig die Ergebnisschätzung für das laufende Geschäftsjahr 2011/12 und zählten die voest zu ihren "top picks" im europäischen Stahlsektor.
Die Spitze der Kurstafel markierten die Anteilsscheine des Autozulieferers Polytec, die um 7,10 Prozent auf 8,0 Euro zulegten. Am Donnerstag nach Börsenschluss hat sich das Unternehmen zu einer Veräußerung der "Interior"-Sparte an Toyota Boshoku Europe entschieden. Dieser Geschäftsbereich erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 340 Millionen Euro.
Zum Wochenschluss finden die Hauptversammlungen von Strabag und Intercell statt. Der stellvertretende Strabag-Chef Fritz Oberlerchner sagte bei der Aktionärsversammlung, dass der Baukonzern nicht mit einer baldigen Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit in Libyen rechne. Man könne die Umsatzeinbußen allerdings mit einer verbesserten Situation in anderen Regionen, wie etwa in Nordosteuropa, ausgleichen. Bei Intercell reduzierte die Deutsche Bank ihr Kursziel von 6,00 auf 4,00 Euro. Strabag gewannen zum Wochenausklang 0,12 Prozent auf 20,62 Euro, während Intercell 1,66 Prozent auf 4,03 Euro nachgaben.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX aktuell bei 2730,91 Punkten, das Tagestief lag um 9.26 Uhr bei 2711,71 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Plus von 0,44 Prozent bei 1.328,39 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 22 Titel mit höheren Kursen, 13 mit tieferen und vier unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 2.197.811 (Vortag: 3.768.674) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 70,718 (119,20) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher voestalpine mit 138.070 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 9,83 Millionen Euro entspricht.
(APA)