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Nach Titel-Aberkennung: FDP-Politikerin gibt sich trotzig

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Die deutsche EU-Abgeordnete Silvana Koch-Mehrin prüft rechtliche Schritte gegen die Aberkennung ihres Doktortitels. Die Mängel ihrer Arbeit seien schon ihren Gutachtern bekannt gewesen, kritisiert sie.

Die deutsche Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin prüft rechtliche Schritte gegen die Aberkennung ihrer Doktorarbeit. Die Entscheidung der Universität komme überraschend, weil sie bisher keine Akteneinsicht hatte, erklärte sie am Mittwoch. "Ich werde prüfen, ob sie rechtswidrig ist." Die Hochschule hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass Koch-Mehrin ihren Doktorhut zurückgeben müsse, weil sie abgeschrieben habe.

Die liberale Politikerin verwies darauf, dass die Mängel ihrer Doktorarbeit schon ihren Gutachtern bekannt gewesen seien. Sie hätten die Ungenauigkeiten, Oberflächlichkeiten und das Fehlen von Belegen gerügt. Aber: "Der Promotionsausschuss hat mir im Jahr 2000 in voller Kenntnis aller eklatanten Schwächen meiner Arbeit den Doktortitel verliehen."

Angesichts der massiven Kritik der Gutachter hätten bei dem Ausschuss bereits damals alle Alarmglocken läuten müssen. Trotzdem habe er sie mit einem "cum laude" bewertet, was etwa der Note 3 in der Schule entspricht. Dies sei auch zurecht erfolgt. "Die wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Arbeit sind bis heute unstrittig und beruhen auf meiner eigenen wissenschaftlichen Leistung."

(APA/dpa)