Wiener Börse in der Früh: ATX 0,55 Prozent tiefer

In einem einheitlich schwächeren europäischen Umfeld zeigte sich der ATX im frühen Handel mit Abschlägen.

Die Wiener Börse hat sich am Freitag im frühen Handel bei schwachem Anfangsvolumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2683,44 Punkten nach 2698,34 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Minus von 14,9 Punkten bzw. 0,55 Prozent.

In einem einheitlich schwächeren europäischen Umfeld zeigte sich der ATX im frühen Handel mit Abschlägen. Für Gesprächsstoff unter den Anlegern sorgte einmal mehr die Krise um Griechenland. Im Fokus steht heute die Vorstellung des neuen griechischen Kabinetts. In der Früh wurde bereits bekannt, dass Verteidigungsminister Evangelos Venizelos das Finanzressort von Giorgos Papakonstantinou übernehmen wird. Neuer griechischer Außenminister wird Stavros Lambrinidis. Er ist enger Mitarbeiter des griechischen Regierungschefs und Europaparlamentarier.

Mittags steht dann der große Verfall an den Terminmärkten, der "Hexensabbat", auf der Agenda. Von Unternehmensseite zeigte sich die Nachrichtenlage bisher eher schwach. Unter den Einzelwerten zeigten sich Strabag deutlich tiefer. Die Papiere des Baukonzerns ermäßigten sich um 2,52 Prozent auf 20,88 Euro. Zu berücksichtigen ist hier allerdings der heutige Dividendenabschlag in Höhe von 0,55 Euro.

Auch Verbund-Aktien notierten im frühen Handel im roten Bereich. Der Versorger gab bekannt, in Rumänien mit dem Bau einer der größten Windparkanlagen des Landes begonnen zu haben. Der Wert der Gesamtinvestition beläuft sich auf "mehrere hundert Millionen Euro", hieß es. Verbund verloren 0,82 Prozent auf 31,97 Euro.

Zudem meldeten sich die Wertpapierspezialisten der Erste Group mit einer Neueinschätzung der OMV-Aktien zu Wort. Die Analysten haben ihre Kursziel für OMV von 44,50 auf 40 Euro nach unten revidiert. Die Kaufempfehlung "buy" wurde hingegen beibehalten. Vor allem die Unruhen in Nordafrika, welche Öl-Produktionsstopps in Libyen und Jemen zur Folge hatten, hätten die Performance der Anteilsscheine geschwächt, schreiben die Erste Group-Experten. OMV verbilligten sich um moderate 0,26 Prozent auf 28,52 Euro.

Der ATX Prime notierte bei 1305,09 Zählern und damit um 0,56 Prozent oder 7,29 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich fünf Titel mit höheren Kursen, 28 mit tieferen und einer unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 381.523 (Vortag:1.062.409) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 13,368 (54,87) Millionen Euro (Doppelzählung) gehandelt.

(APA)

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