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Mallorca: Betrug mit Ferienhäusern

Symbolfoto
(c) Www.BilderBox.com (Www.BilderBox.com)

"Vermieter" bieten im Internet traumhafte Ferienhäuser und -wohnunge auf der Mittelmeerinsel an, die aber gar nicht existieren. Die Opfer werden via Massenmails oder mit betrügerischen Internetseitenangelockt.

Madrid/Rs. „Günstiges Ferienhaus auf Mallorca mit Pool, Meerblick und in Strandnähe.“ Wer wird angesichts solcher Offerten für den Sommerurlaub nicht schwach? Doch Vorsicht: Auf dem großen Markt der Ferienhäuser und -wohnungen tummeln sich in Spanien Betrüger, die viel versprechen und wenig oder auch gar nichts halten. Vor allem im Internet kursieren betrügerische Angebote von „traumhaften Ferien-Fincas“, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt, was mancher Sonnenhungrige dann erst am Urlaubsort merkt.

„Sie kopieren Fotos von seriösen Internetseiten und verschicken diese zusammen mit einem Scheinangebot in E-Mails massenhaft an Menschen, die sich für das Thema interessieren“, warnt der Verband Deutscher Ferienhausagenturen (VDFA). Die Opfer werden via Massenmails oder mit betrügerischen Internetseiten, auf denen schöne Objekte zu sehen sind, angelockt. Oft garniert mit Rabattangeboten, die umso größer sind, wenn sofort gebucht und üppig angezahlt wird.

„Unseriöse Anbieter werden immer dreister“, heißt es beim VDFA. Bei der Buchung via Internet gelte es, „eine gesunde Skepsis zu bewahren“. Etwa, wenn das Angebot in der Hauptreisezeit verdächtig günstig sei. Oder wenn bestimmte Kontakt-Angaben des Vermieters völlig fehlten. Telefonnummer, komplette Anschrift und vollständiger Name des Anbieters sollten immer angegeben sein.

 

Deutscher Betrüger geschnappt

Einer dieser Trickbetrüger konnte in Deutschland gefasst werden: Der 40-jährige Deutsche hatte im Internet unter fiktivem Namen als Vermittler von Ferienwohnungen agiert. Auf einer Webseite hatte er Häuser präsentiert, die überhaupt nicht zu mieten waren. Interessenten schickte er Mietverträge zu, verlangte Anzahlungen und mit heranrückendem Reisetermin auch den Restbetrag. Lokalisiert konnte er durch seine Kontodaten werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.06.2011)