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Meshed #3: Was Pornos und Marketing gemeinsam haben

Meshed Pornos Marketing gemeinsam
(c) Felbermayer. Im Bild die Runde der Podiumsdiskussion.
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Vorträge und Diskussionsrunden zum Thema Visual Talking in Linz. DiePresse.com war dabei.

Linz stand am  Mittwoch ganz im Zeichen der Social-Media-Konferenz "meshed #3". Vorträge und Diskussionsrunden zum Thema Visual Talking standen auf dem Programm.

DiePresse.com war vor Ort und gibt einen kurzen Überblick über das Geschehen.

Sehr aktiv ware  die User von Twitter unter dem Hashtag #meshed3.

Zum Einstieg der Konferenz ging ein recht kurzweiliger Vortrag von Christian Blümelhuber von der Universität Libre de Bruxelles über die Bühne. Sein Thema: Das Basisprinzip der modernen Moderne. Das klingt etwas sperrig - doch Blümelhuber überraschte mit einem erfrischenden Vortrag darüber, wie Marketing funktionieren soll.

Was hat zum Beispiel ein Porno mit Marketing zu tun? Ein Porno ist eine Aneinanderreihung von Nummern, und auch das Marketing sollte so funktionieren. Aber er stellte auch Vergleiche zwischen Liebe und Marketing an: Für ihn lebt die Liebe nur für den Augenblick - genauso sei es für das Marketing. Und zum Thema Marke: Eine Marke braucht Transformation.

Dan Zarrella, der Autor von "The Social Media Marketing Book" war der nächste Vortragende: Er untersucht Digital Marketing mit wissenschaftlichen Methoden. Für ihn sind Facebook-User Mainstream User. Der meiste Traffic wird auf Facebook am Wochenende erzeugt, denn da haben die Menschen Zeit zum Surfen. Sein Tipp für Social Media Aktivitäten: Wenn alle schreien, rede - und wenn alle reden, schrei. Und: Man soll die User auch direkt zu Handlungen auffordern.

Interessant auch die Ansätze von Suma Mandagiri. Sie ist Marketing Director bei Pilgrim Research & Consultancy in Mumbai. Sie versteht organische Denkprozesse als Bilder und Muster, die als Ursprung hinter scheinbar logisch aufgebauten Analysen und Listen stehen. Sie setzt ganz auf visuelle Darstellungsformen und "denkfreundliches Denken". Ihre Präsentationen sind wie händisch gezeichnete Grafiken dargestellt. Nicht jedermanns Sache.

Nur mehr schütter war der Saal bei der abschließenden Podiumskiskussion “Brand Credibility im Social Web” besetzt - das Programm war zu dicht gedrängt an diesem Tag. Moderiert von "Presse"-Redakteurin Anna Maria Wallner erzählte Renate Gruber von ihrem CupCakes-Shop in Wien. Sie hat ihr Offline-Produkt, das nur lokal verfügbar ist, mit Hilfe von Facebook erfolgreich vermarktet. Die Bio-Marke Ja! Natürlich hat sich die Bloggerin Ulli Cecerle-Uitz ins Boot geholt. Sie erzählte von ihren Bemühungen, um die User auf Social Media Kanälen zu erreichen. Das Wichtigste dabei: Authentizität. Denn Social Media darf man nicht mit Werbung verwechseln. Das bestätigte auch Kultur- und Medienwissenschafter Ramón Reichert. Und ganz klar fiel die Antwort auf die Frage, was ein Unternehmen im Social Media Web nicht machen darf, aus: lügen, schummeln, bestechen und löschen.

(felb)