Die letzten Schultage mit den schwersten Prüfungen

(c) Clemens Fabry
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Eltern sind unentschlossen, was mühsamer ist: die neun Wochen Ferien oder die eine vor dem Zeugnis?

Mein Samstag

Und? Wie ist es Ihnen heuer bisher damit ergangen, die Termine vor dem Schulschluss zu koordinieren (zu bewältigen wäre wahrscheinlich zu viel verlangt), die die Kinder für Sie haben einteilen lassen? Klavierkonzert, Musical, Tanzaufführung, Elternabend, Maturafeier, Kindergeburtstag (mit unerklärlichen Kopfschmerzen am Tag danach), Klassentreffen, Klassenheuriger (Gelsen obligat), Sommerfest (diesmal ohne obligates Gewitter), Familienmesse (auch das gibt es), Jungscharaufnahme (auch das gibt es), Anmelden = Anstellen für Kurse der Kinder-Uni (ganz wie im wirklichen Uni-Leben), Maria-Vassilakou-Heuriger (aber das ist vielleicht dann doch zu berufsspezifisch)... Schon erschöpft? Aber bitte! Jetzt heißt es, nicht nachzulassen. Denn die schwierigsten Tage mit den tückischsten Prüfungen des gesamten Arbeitsjahres stehen dann bevor, wenn es keine Prüfungen mehr gibt. Ich sage nur: die letzte Schulwoche.

Da müssen Kinder von ihren Eltern bei Laune gehalten werden, weil sich die Vormittage „uröd“ dahinziehen, wie aus verlässlicher Quelle verlautet. Von Unterricht ist ohnedies meist spätestens seit der Konferenz, bei der die Zeugnisnoten fixiert werden, keine Rede. Dazu wechseln einander Projekt-, Wander- und Wasauchimmertag in enger Folge ab. Kinder müssen zum Bahnhof chauffiert, von der Schule früher abgeholt werden. Klingt vielleicht spannender, als es bei den Betroffenen, den Schülern, ankommt. Viele Eltern fragen sich: Was ist mühsamer, kinderbetreuungstechnisch: die letzte Woche vor dem Zeugnis? Oder die neun Wochen, die danach folgen? Die Antwort wird gegeben werden.

E-Mails an: dietmar.neuwirth@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.06.2011)

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