Christoph Graupner "Fagott- und Violinkonzerte"

(c) Carus
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Vermutlich haben Musikfreunde, die kein einschlägiges Studium absolviert haben, nicht einmal den Namen des Bach-Zeitgenossen je gehört. Christoph Graupner, zwei Jahre älter als der große Johann Sebastian, hat seine Ausbildung bei Bachs Vorgänger Kuhnau genossen und avancierte zum Hofkapellmeister in Kassel. Um ein Haar hätte man in Leipzig Graupner Bach vorgezogen, doch bestand der Landgraf von Hessen-Darmstadt auf dem Verbleib seines Musikdirektors.

In Kassel widmete sich Graupner dann der gesamten Bandbreite des Musiklebens – und schrieb ab den Dreißigerjahren auch Concerti nach italienischem Vorbild, mehrheitlich für Blasinstrumente, erfreulicherweise auch für das sonst so stiefmütterlich behandelte Fagott. Freilich: Die Graupner’schen Konzerte tönen weniger geschmeidig und „romanisch“ als die Bach’schen Pendants. Graupner ist ganz deutscher Musikant, nutzt die moderne Form zu recht drastischen, theatralischen Akzenten und setzt auf Kontraste, Überraschungen und kräftige musikalische Schnitte. Das macht diese CD zu einer besonderen Hörentdeckung. Nebst dem vielseitigen Fagottspiel Sergio Azzolinis begleitet Friedemann Wezels „Ensemble il capriccio“ auch Christian Leitherer an einem Vorgängerinstrument der Klarinette, dem Chalumeau. Eine CD für animierte Sommerhörabende.

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Christoph Graupner "Fagott- und Violinkonzerte" (Carus)

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