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Der Juni 2011: Zu warm und zu viel Regen

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
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Unwetter sorgten für neue Regenrekorde. Die Ferien beginnen kühl und verregnet. Der Samstag wird nach Prognosen unbeständig und bewölkt bei 15 bis 22 Grad.

Wien/Apa/Mpm. Es ist wohl vor allem ein Tag, der vom Juni 2011 in Erinnerung bleiben wird – zumindest im Osten Österreichs: Der 8. Juni nämlich, an dem Unwetter innerhalb kurzer Zeit für außergewöhnliche Regenmassen und zahlreiche überflutete Straßen und Keller gesorgt haben.

In Wien, wo das Krankenhaus Rudolfstiftung nach Unwetterschäden einige Tage lang keine Patienten aufnehmen konnte, wurde sogar ein neuer Regenrekord aufgestellt, wie die Aufzeichnungen des Wetterdienstes Ubimet zeigen: Innerhalb von 24Stunden fielen in der Inneren Stadt 84 Liter pro Quadratmeter – normalerweise werden im gesamten Monat in Wien nur 70 Liter/m gemessen. Auch österreichweit ist der Juni sehr regenreich verlaufen, zwischen dem Osttiroler Defereggental und dem Grazer Bergland fielen 160 bis 200 Prozent der sonst üblichen Mengen. In der Nacht auf Donnerstag sorgte starker Regenfall in Vorarlberg und Nordtirol für überflutete Keller, einige Bäche führten Hochwasser, die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

Der Juni war insgesamt aber auch zu warm. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) lag das Temperaturmittel um 1,5 Grad über dem langjährigen Schnitt. In Wien fiel das Monatsmittel (20,9 Grad) um gleich 1,8 Grad wärmer aus als im langjährigen Vergleich. Die höchste Temperatur – 34,5 Grad – wurde in Waidhofen an der Ybbs (NÖ) gemessen.

 

Wann kommt das Ferienwetter?

Der Juli und damit der Ferienbeginn in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland am heutigen Freitag beginnt wechselhaft. Von Westen ziehen Gewitter über das Land. Der Samstag wird nach Prognosen der ZAMG unbeständig und bewölkt bei 15 bis 22 Grad. Am Sonntag wird es im Westen wieder sonnig, im Osten sollte man aber mit Regen und kräftigem Wind rechnen. Vorerst also kein echtes Sommerferienwetter.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.07.2011)