Börsen setzen Erholungskurs fort

Gute US-Konjunkturdaten sorgten für Impulse.

Nach den Kursgewinnen infolge der Griechenlandrettung wollten die europäischen Aktienmärkte am Vormittag eine Ruhepause einlegen: Die Indizes pendelten um die Nulllinie. Ein positiver Start der US-Börsen zog jedoch alle ins Plus. Ursache waren erfreuliche Konjunkturnachrichten: Die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie hat sich im Juni überraschend aufgehellt, teilte das Institute for Supply Management (ISM) in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang gerechnet. Der ISM-Index gilt als Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Dass sich das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen überraschend eingetrübt hat, schreckte die Anleger im Vergleich dazu wenig.

In Wien nützten viele Investoren die günstigen Kurse des angeschlagenen Impfstoffherstellers Intercell zum Einstieg: Das Papier legte besonders kräftig zu. Zuvor hatte die UniCredit das Kursziel von 6,50 auf 3,00 Euro gesenkt. Das Anlagevotum „Hold“ wurde belassen. Das Papier kostete am Nachmittag wieder deutlich über drei Euro. Zu den großen Gewinnern zählten einmal mehr auch Bankenwerte wie Deutsche Bank, Commerzbank oder Raiffeisen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.07.2011)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.