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USA: Hunderte Barrel Öl im Yellowstone River

Oil swirls in a flooded gravel pit in Lockwood, Mont. after a pipeline break early Saturday, July 2,
AP (Larry Mayer)
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Eine lecke Pipeline unter einem Fluss heizt die Diskussion um die Sicherheit der Ölanlagen in den USA an. 140 Menschen mussten wegen Explosionsgefahr in Sicherheit gebracht werden.

[Washington/Ag]  Naturkatastrophe am Rande des berühmtesten Nationalparks der USA: Öl aus einer geborstenen Pipeline verschmutzt den Yellowstone River im US-Staat Montana. Mehr als 250 Kilometer seien betroffen, berichteten regionale Zeitungen am Wochenende. Das Öl fließt jedoch zum Glück vom ältesten Nationalpark der USA weg und nicht in ihn hinein.
Der US-Ölkonzern ExxonMobil, der der Betreiber der Pipeline ist, sprach in einer Mitteilung von einer zunächst unbekannten Menge ausgeflossenen Rohöls. Die Leitung sei mittlerweile wieder geschlossen und das undichte Teilstück isoliert worden. Die Behörden des Bundesstaats Montana sprachen allerdings von zumindest 1000 Barrel Öl, die ausgeflossen seien.

Die Ursache des Unfalls war zunächst allerdings unklar. „Uns ist der Ernst des Vorfalls bewusst, und wir arbeiten hart daran, ihm zu begegnen“, teilte ExxonMobil mit. In jedem Fall heizt der Vorfall die ohnehin anhaltende Diskussion in den USA um die Sicherheit von Pipelines an und konterkariert die Bemühungen des Ölkonzerns um eine größere Sicherheit seiner Anlagen.

Etwa 200 bis 300 Bewohner rund um den Ort Laurel, wo das Leck aufgetreten ist, mussten wegen des Ölgeruchs in Sicherheit gebracht werden, berichtete der US-Sender CNN. Sie hätten aber bald danach wieder in ihre Häuser zurückkehren können.

80 Mitglieder eines Säuberungsteams waren seit Samstag an Ort und Stelle. Dutzende sollten zusätzlich eingesetzt werden. Die Pipeline, die Öl vom Vorkommen im Norden des US-Staats Wyoming zu einer Raffinerie in der Stadt Billings transportiert, verläuft unter dem betroffenen Fluss.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.07.2011)