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Finnische Langlauf-Legende Myllylä gestorben

Mika Myllylä ist tot, Finnland ist geschockt.
AP (Joe Cavaretta)
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Mika Myllylä ist tot. Der ehemalige Längläufer wurde am Dienstag tot in seinem Haus aufgefunden, die Polizei hüllt sich über die Todesursache des durch EPO-Doping gestürzten Finnen in Schweigen.

Oulu. Mika Myllylä, 41, Finnlands ehemaliger Langlauf-Superstar, wurde Dienstagvormittag um elf Uhr tot in seinem Haus in Kokkola aufgefunden. Über die genaue Todesursache des dreifachen Familienvaters hüllte sich die Polizei vorerst in Schweigen. Aufsehen erregte Myllylä bei der Nordischen WM 2001 in Lahti, als er zusammen mit fünf weiteren Loipenstars des EPO-Dopings überführt worden war.

Seitdem war es um den Olympiasieger und viermaligen Weltmeister stiller geworden, zuletzt waren jedoch schwere Alkoholprobleme des gestürzten finnischen Sport-Idols publik geworden.

Bei der Nordischen WM in Lahti im Jahr 2001 wurden sechs Finnen, darunter Myllylä, des Gebrauchs eines sogenannten Plasmaexpanders (Hämo-HES) überführt. Mit Hilfe derartiger Mittel kann die Einnahme von Dopingmitteln wie EPO verschleiert werden. Myllylä wurde damals neben Legenden wie Harri Kuirvesniemi oder Jari Isometsä vom finnischen Verband für zwei Jahre gesperrt.

Zu den größten Erfolgen zählten neben Olympiagold in Nagano 1998 über 30 Kilometer klassisch drei Goldmedaillen und ein Mal Silber bei der Nordischen WM 1999 in der Ramsau. Insgesamt gewann er sechs Olympiamedaillen und neunmal Edelmetall im Rahmen einer WM.