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Ungehorsam: Schönborn zitiert Schüller zu sich

Archivbild: Kardinal Christoph Schönborn
(c) APA/ROBERT JAEGER (Robert Jaeger)
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Nicht ohne Konsequenzen bleibt der Aufruf, Laien predigen zu lassen und die Kommunion auch Geschiedenen und Ausgetretenen zu spenden.

[WIEN/d. n.] Kardinal Christoph Schönborn lässt den „Aufruf zum Ungehorsam“, zu dem die Pfarrerinitiative aufruft, nicht ohne Konsequenzen. Er lädt nun Sprecher Helmut Schüller, der ihm von 1995–1999 als Generalvikar gedient hat, und den Vorstand des Vereins zu sich ein.

Und der Wiener Erzbischof bereitet ein Schreiben an alle seine Priester vor, mit dem er auf den Aufruf zumindest indirekt eingehen wird. Dass er ähnlich vehement wie vor ihm schon sein Stellvertreter an der Spitze der Bischofskonferenz, Egon Kapellari, vor einem Sonderweg Österreichs warnen wird, darf als sicher gelten.

Die ungefähr 300 Priester und Diakone haben sich in einer viel beachteten Erklärung unter anderm dazu verpflichtet, das Predigtverbot für Laien zu missachten und Geschiedenen, die neu verheiratet sind, entgegen der römischen Order die Kommunion zu spenden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 6. Juli 2011)