Aktienhändler berichteten von einem weitgehend ruhigen Geschäft.
Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch zu Mittag mit schwacher Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2759,47 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 23,59 Punkten bzw. 0,85 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,08 Prozent, FTSE/London -0,49 Prozent und CAC-40/Paris -0,39 Prozent.
Aktienhändler berichteten von einem weitgehend ruhigen Geschäft. Die Umsätze waren großteils gering, kursrelevante Unternehmensnachrichten lagen ebenfalls kaum vor "Wir sehen eine fortgesetzte Sommerflaute", sagte ein Händler in Wien.
Größere Abgaben gab es lediglich in den beiden schwer gewichteten Bankenwerten. Erste Group fielen um 3,45 Prozent auf 35,24 Euro. Raiffeisen verloren 1,85 Prozent auf 35,83 Euro. Auch an anderen Börsen in Europa fanden sich Bankwerte nach der Ratingabstufung Portugals unter den größeren Verlierern. So sahen Titel wie UniCredit, Credit Agricole oder Intesa Sanpaolo Kursverluste von mehr als drei Prozent.
Die Ratingagentur Moody's hatte am Vorabend ihre Bonitätseinstufung Portugals um vier Stufen von "Baa1" auf "Ba2" gesenkt. Die Nachricht hatte teilweise Ängste vor einer Verschlimmerung der Schuldenlage in anderen EU-Ländern wie Italien oder Spanien geschürt, hieß es am Markt.
Größter Kursverlierer im prime market waren zu Mittag HTI mit einem Minus von 4,01 Prozent auf 1,39 Euro. Intercell fielen um 2,16 Prozent auf 3,17 Euro. Conwert verloren 1,19 Prozent, nachdem Conwert-Chef Volker Riebel überraschend seinen Rücktritt "auf eigenen Wunsch" gemeldet hatte.
An der Spitze der wenigen Gewinner notierten Do&Co mit einem Plus von 1,98 Prozent auf 33,45 Euro. Gut gesucht waren voestalpine (plus 1,42 Prozent auf 38,65 Euro) und Verbund (plus 1,03 Prozent auf 28,90 Euro).
Neue Impulse könnten nun die am Donnerstag anstehenden Zinsentscheidungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank (EZB) bringen. Eine Zinserhöhung der EZB wird an den Märkten schon erwartet und dürfte bereits eingepreist sein, meinte ein Aktienhändler in Wien. Mit Spannung erwartet werden aber wie üblich die begleitenden Kommentare der Notenbanker.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 2785,47 Punkten, das Tagestief lag gegen 11.30 Uhr bei 2755,75 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,78 Prozent tiefer bei 1338,38 Punkten. Im prime market zeigten sich elf Titel mit höheren Kursen, 21 mit tieferen und fünf unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 1.738.386 (Vortag: 1.740.275) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 62,146 (55,02) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 213.801 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 15,20 Millionen Euro entspricht.
(APA)