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Deutsche Bundesliga diskutiert über Tattoo-Verbot

Fußballfans dürfen sich natürlich weiterhin ihre Idole einverleiben.
(c) REUTERS (Wolfgang Rattay)
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Klaus Allofs, Geschäftsführer des SV Werder Bremen, verordnet seiner Mannschaft aus der deutschen Bundesliga ein Tattoo-Verbot. Er spricht von einem "Risiko, dass wir einfach ausschließen müssen".

Fußball lebt bekanntlich nicht nur vom Spiel allein, oft sind es die Spieler selbst, die nach Aufmerksamkeit heischen - auch abseits des Spielfelds. Durch ihr Verhalten, Auftreten und ihr Äußeres. Dabei fällt es nicht leicht sich hervorzuheben; zumal der Dresscode - nicht unbegründet - einheitlichen Standards entspricht. Das einzig Schwarze Schaf im Kader ist bekanntlich der Torwart.

Wer mag sich so gesehen über die ausgedehnten Körperverzierungen auf den Oberkörpern der Lokal- und Weltstars aus der Fußballbranche wundern? Immerhin sind fünf der zehn teuersten Fußballer der Welt tätowiert, darunter Lionel Messi, Cristiano Ronaldo, und Wayne Rooney. Tattoos haben keinen Einfluss auf Bewegungsfreiheit und Spielvermögen, verletzen keine Vorschriften der Fifa und sind doch weithin sichtbar und auffällig.

Nun sprach sich Klaus Allofs, Geschäftsführer von Werder-Bremen, für ein Tatto-Verbot in seiner Fußballmannschaft aus. Als Begründung nennt er nicht persönliche Ressentiments, sondern unkalkulierbare Risiken, die bei einer Tätowierung auftreten können. So ist beispielsweise nach einer Tätowierung die Infektionsgefahr besonders hoch und kann zu längerfristigen Ausfällen der Sportler führen.

Ein Tattoo ist dem HSV-Stürmer Eljero Elia zum Verhängnis geworden. Nachdem er sich im März 2010 ein Tattoo hat stechen lassen, trat eine schmerzhafte Infektion auf, die es ihm nicht einmal mehr möglich machte sein Trikot überzuziehen, geschweige denn am Training teilzunehmen. Allofs betonte gegenüber dem "Hamburger Abendblatt", er wolle die Gefahr nicht dramatisieren, aber versuchen Vorfälle wie den seines niederländischen Fußballers Elia zukünftig zu vermeiden.
Steht nun ein Tattoo-Verbot für die gesamte deutsche Bundesliga unmittelbar bevor?

Davon ist bisher noch nicht auszugehen. Bei diversen Jugendabteilungen bekannter Fußballklubs herrscht allerdings schon seit längerem ein striktes Tattoo-Verbot; Real Madrid-Star Khedira erinnert sich an seine Zeit beim VfB Stuttgart: „ Wir durften keine Tattoos, keine Ohrringe und keine Rasta-Locken tragen", und fügt hinzu: „Der VfB möchte damit erreichen, dass man auf dem Teppich bleibt und sich nicht in jungen Jahren als Star fühlt."