Die Budgetkrise in den USA steht im Mittelpunkt. Eine Abstufung des Kreditratings steht im Raum. Die Agrana legen ihre Quartalszahlen vor.
Die Wiener Börse hat sich heute, Donnerstag, zu Mittag bei schwachem Volumen mit leichterer Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2665,99 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 24,4 Punkten bzw. 0,91 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,95 Prozent, FTSE/London -0,77 Prozent und CAC-40/Paris -0,81 Prozent.
Mangels nennenswerter Impulse vom heimischen Markt orientierte sich die Wiener Börse am Donnerstag bei niedrigem Volumen hauptsächlich am international schwachen Umfeld, hieß es von Marktteilnehmern. Die Sorgen um eine mögliche Abstufung des Kreditratings der USA durch Moody's haben seit Handelsstart für deutlichen Druck gesorgt. Auch die chinesische Ratingagentur Dadong hat nun mit einer Abstufung der Bonität der USA gedroht. Zudem wurden am Vormittag einige neue italienische Anleihen emittiert. Auch diesbezüglich dominierten Unsicherheiten im Hinblick auf eine mögliche Ausweitung der europäischen Schuldenkrise auf Italien das Marktsentiment.
Unter den Indexschwergewichten zeigten sich unter anderem Bankenwerte deutlich schwächer. Raiffeisen verloren 1,48 Prozent auf 33,27 Euro, Erste Group sanken 1,28 Prozent auf 33,53 Euro. Am unteren Ende der Kursliste fanden sich aber auch OMV (minus 1,58 Prozent) und Wienerberger (minus 1,78 Prozent).
In der Früh gab der Zuckerkonzern Agrana Ergebnisse zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 bekannt. Das Unternehmen konnte aufgrund guter Marktbedingungen sowie wegen in den Vorjahren eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen den Umsatz und das Ergebnis steigern. Gegen Mittag verzeichneten Agrana einen minimalen Abschlag von 0,02 Prozent auf 83,30 Euro.
Der Baukonzern Strabag hat indessen seinen Anteil an der deutschen Josef Möbius Bau AG von 70 auf 100 Prozent aufgestockt. Mit der Aufstockung baut die Strabag ihr Engagement im Wasserbau weiter aus, hieß es. Die Anteilsscheine des Baukonzerns sanken leicht um 0,02 Prozent auf 20,09 Euro zu.
Schließlich meldeten sich die Analysten von Cheuvreux mit einer Neueinstufung der voestalpine-Titel zu Wort. Die Wertpapierspezialisten haben ihr Kursziel für die Aktien von 42,60 Euro auf 44 Euro erhöht, die Kaufempfehlung lautet auf "outperform". Allerdings haben die Experten die Titel wegen ihrer Präferenz für die Papiere der Konkurrenten ArcelorMittal und ThyssenKrupp von der "selected list" genommen. voestalpine tendierten um 0,92 Prozent schwächer bei 37,52 Euro.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 2690,22 Punkten, das Tagestief lag aktuell bei 2.658,84 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,83 Prozent tiefer bei 1.295,25 Punkten. Im prime market zeigten sich elf Titel mit höheren Kursen, 27 mit tieferen und keiner unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 1.152.913 (Vortag: 1.910.479) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 50,326 (61,22) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher voestalpine mit 128.039 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 9,63 Millionen Euro entspricht.
(APA)