R-Quadrat: WKW dementiert Status als "Profi-Anleger"

Die WKW dementiert Berichte des Magazins
Die WKW dementiert Berichte des Magazins "Format"(c) (Clemens Fabry)
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Die Aussage der FMA in einem Magazin-Bericht über den Veranlagungs-Status der Wiener Wirtschaftskammer sei "absolut nicht nachvollziehbar".

Die Wirtschaftskammer Wien (WKW) hat dementiert, dass sie im Zusammenhang mit den verlustreichen Finanzveranlagungen bei der pleite gegangenen R-Quadrat als "Profi-Anleger" geführt worden sei. Die von der Finanzmarktaufsicht (FMA) stammende Aussage in einem "Format"-Bericht, wonach "Execution only" im Zusammenhang mit den Finanzveranlagungen heiße, dass keine Beratung erfolgt sei und die WKW als Profi-Anleger eingestuft worden sei, sei "absolut nicht nachvollziehbar", heißt es von Seiten der WKW. Diese hat durch die Veranlagungen bei R-Quadrat bis zu 10 Millionen Euro verloren. "Die Wirtschaftskammer Wien war zu jedem Zeitpunkt als Privatanleger eingestuft, was auch von der depotführenden Bank im Jahr 2007 klar bestätigt wurde."

Wörtlich sei damals festgehalten worden, "dass wir Sie aufgrund der gesetzlichen Kriterien als Privater Investor einstufen. Sie genießen damit das höchste Schutzniveau". Auch durch das Beratungsunternehmen IMB sei mehrfach bestätigt worden, dass die Kammer aufgrund der gesetzlichen Lage zwingend als privater Investor zu führen sei. "Die Wirtschaftskammer Wien hat daher auch zu keinem Zeitpunkt Veranlagungsentscheidungen ohne vorherige Beratung und explizite Produktempfehlung durch die IMB getroffen", so die Aussendung.

Das Magazin beruft sich auf Dokumente, aus denen hervorgehe, dass in dem mit dem Assetmanager IMB 2007 abgeschlossenen Vermögensverwaltervertrag als Anlagestrategie "Execution only" gewählt wurde, was bedeute, dass Investitionen ohne Beratung durchgeführt werden.

Ein juristisches Vorgehen gegen den Vermögensverwalter IMB werde derzeit rechtlich geprüft, hieß es heute aus der WKW.

(APA)

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