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Kirch-Gruppe: Film, Fernsehen und Formel 1

Kirch-Gruppe: Film, Fernsehen und Formel 1
(c) Dapd (Timm Schamberger)
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Zum Medienkonzern gehörten rund 65 Unternehmen und Beiligungen mit fast 10.000 Mitarbeitern. 2002 musste die Kirch-Gruppe Insolvenz anmelden.

Am Donnerstag starb der Medienmogul Leo Kirch 84-jährig in München. Er war jahrzehntelang einer der führenden Medienunternehmer Deutschlands. Seine Kirch-Gruppe war einer der größten Medienkonzerne Europas rund um Film, Fernsehen, Fußball und die Formel 1. Zur Gruppe mit Sitz in Ismaning bei München gehörten rund 65 Unternehmen und Beteiligungen mit insgesamt fast 10.000 Beschäftigten und einem Umsatz von mehr als vier Milliarden Euro. Im Jahr 2002 musste die Kirch-Gruppe hoch verschuldet Insolvenz anmelden.

Unter der Dachgesellschaft Taurus-Holding ruhte der Konzern auf drei Säulen: Das Herzstück war die Kirch-Media mit 5.500 Beschäftigten und dem TV-Konzern ProSieben/Sat1. Die Gesellschaft hielt auch die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga. Kern des Filmrechtehandels der Kirch-Media war eine 11.000 Titel umfassende Spielfilmbibliothek und 40.000 Stunden Fernsehserien.

 Das größte Sorgenkind der Kirch-Gruppe war stets der KirchPayTV-Bereich mit dem Bezahlsender Premiere, der kurz vor der Insolvenz der Gruppe einen Verlust von fast einer Milliarde Euro einfuhr. Der Sender besteht immer noch. Unter dem neuen Namen Sky Deutschland arbeitet er sich mühsam aus der Verlustzone.

Die dritte Gesellschaft der Kirch-Gruppe war die Kirch-Beteiligungs GmbH. Sie umfasste unter anderem eine 40-prozentige Beteiligung am Axel Springer Verlag und eine gut 77 Prozent umfassende Beteiligung an der Formel 1-Zwischenholding Speed Investment.

(APA)