US-Banken verdienen gut

(c) AP (Seth Wenig)
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Citigroup: Wie JP Morgan hat auch die Citigroup weniger faule Kredite als befürchtet in den Büchern.

New york/Reuters. Nach JP Morgan hat auch die Citigroup mit ihrer Quartalsbilanz die Erwartungen des Marktes bei Weitem übertroffen. Die drittgrößte US-Bank verdiente im zweiten Vierteljahr mit 3,3 Mrd. Dollar (2,3 Mrd. Euro) oder 1,09 Dollar je Aktie 22 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Grund waren geringere Verluste aus faulen Krediten, die um 35Prozent auf 5,1 Mrd. Dollar zurückgingen.

Die Einnahmen fielen zwar um sieben Prozent auf 20,6 Mrd. Dollar, sie lagen aber ebenfalls über den Schätzungen der Analysten.

Am Markt kam der Zwischenbericht gut an, es war das sechste Quartal in Folge mit schwarzen Zahlen. Die Citigroup-Aktie legte vorbörslich um fast drei Prozent zu. Analysten schwankten in ersten Reaktionen zwischen Überraschung und Vorsicht. „Sie haben die Erwartungen klar übertroffen, damit hat keiner gerechnet“, sagte Brad Kelly, Portfolio-Manager bei Magnum Opus Financial. Matt McCormick von Bahl & Gaynor Investment Counsel lenkte den Blick dagegen auf den Rückgang der Einnahmen und den schwächelnden Handel. „Sie sind dabei, ihre Probleme zu lösen. Aber sie sind noch nicht aus dem Gröbsten heraus.“

Die US-Regierung bewahrte das Institut in der Finanzkrise mit 45 Mrd. Dollar vor dem Kollaps. Bankchef Vikram Pandit verordnete dem Haus eine Rosskur.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.07.2011)

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