Schnellauswahl

Bundesheer sucht Ersatz für Saab-105

Bundesheer sucht Ersatz für Saab-105
Bundesheer sucht Ersatz für Saab-105F5-Tiger der Schweizer Armee (c) APA
  • Drucken

Statt dem Traininsflieger Saab-105 soll das Verteidigungsministerium angeblich F-5-Maschinen aus der Schweiz ankaufen. Das Ministerium dementiert, die Saab-105 sollen noch bis 2020 fliegen.

Das Bundesheer beginnt mit der Suche nach einem Ersatz für die Trainingsflugzeuge vom Typ Saab-105. Laut "Standard" (Samstag-Ausgabe) soll das Bundesheer planen, F-5-"Tiger" von der Schweiz zu beschaffen, die schon im Jahr 2004 von den Eidgenossen zur Überbrückung der Wartezeit nach den Draken bis zur Indienststellung der Eurofighter angemietet worden waren. Das Verteidigungsministerium dementierte. Es gebe weder konkrete Planungen noch Überlegungen, man habe gerade erst mit der Marktsondierung begonnen, für eine mögliche Festlegung auf ein Modell wäre es jetzt auch noch viel zu früh, weil die Saab-105 noch bis 2020 fliegen sollen, erklärte Oberst Michael Bauer, der Pressesprecher des Ministeriums.

F-5 könnten teilweise Eurofigher ersetzen

Wie der "Standard" unter Berufung auf Offizierskreise berichtet, ist die F-5 Favorit. Man könnte diese Flugzeuge entweder von der Schweiz um einen Betrag von 250 Millionen Euro kaufen, wahrscheinlicher wäre es aber, die Flugzeuge zu mieten. In diesem Fall wären die Schweizer weiterhin für die Wartung und Instandhaltung verantwortlich. Neben dem Einsatz als Trainingsflugzeug könnte die F-5 als leichteres Abfangjägermodell auch zum Teil Aufgaben übernehmen, die derzeit mit dem Eurofighter geflogen werden und damit Kosten sparen. So könnte etwa beim Abfangen kleiner Zivilflugzeuge oder in Fällen wie der Beobachtung des im Frühjahr von einem Künstler unbeabsichtigt gestarteten Heißluftballons der Einsatz von F-5 reichen.

Dementi aus dem Ministerium

Das Verteidigungsministerium wies diese Darstellung entschieden zurück. Es gebe noch keine Favoriten, betonte Oberst Bauer gegenüber. Man habe erst mit der Sondierung des Marktes begonnen und schaue einmal, welche Länder welche Flugzeuge anbieten. Es gebe noch keine Gespräche, weder mit der Schweiz noch mit einem anderen Anbieter. Und es gebe auch noch keine konkreten Planungen, stellte der Sprecher des Ministeriums klar.

(APA)