Die Auflösung der Money Service Group erfolgt „freiwillig“. Laut Finanzmarktaufsicht läuft das entsprechende Verfahren bereits. Der Lauda Sponsor war nicht für eine Stellungnahme bereit.
Wien/Red. Bei der liechtensteinischen Money Service Group (MSG) bleibt kein Stein auf dem anderen. Die Gruppe, die aus mehreren Gesellschaften besteht, schließt die Vermögensverwaltungsgesellschaft MSReturn in Liechtenstein. Die Auflösung ist beschlossene Sache; laut Auskunft der liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht läuft das entsprechende Verfahren bereits.
Die Liquidation erfolge nicht zwangsweise, sondern freiwillig. Das bedeutet, dass das Unternehmen nicht zwangsweise zahlungsunfähig ist. Wie es allerdings wirklich mit der finanziellen Situation der Gesellschaft aussieht, bleibt unklar. Aufgrund des laufenden Verfahrens kann die Finanzmarktaufsicht keine Auskunft geben.
Flugunternehmer Niki Lauda, der mit der Gruppe einen Sponsoringvertrag über mehr als eine Million Euro abgeschlossen hat, ließ ausrichten, dass er zum Verfahren keine Informationen habe. Es ist also unklar, inwieweit die nächste Zahlung von MSG (die Ende August ansteht) gefährdet ist.
Die Money Service Group war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme bereit. In einer Aussendung informierte das Unternehmen davor über eine Neuausrichtung, die notwendig wurde, weil der bisherige Repräsentant und Firmengründer Michael Seidl aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten ist.
Sponsert Markenkäufer weiter?
Die Dachmarke werde verkauft. Laut „Kurier“ wünscht sich Seidl, dass der Käufer auch die Sponsoring-Aktivitäten weiterführt.
Von den vier Gesellschaften der MSG verbleibt nur die MSInvest mit ihrem Sitz in Liechtenstein. Die Beratungsgesellschaft MSConsult verlegt ihren Sitz in die Schweiz. Diese hatte erst vor Kurzem eine Repräsentanz in der Wiener Innenstadt eröffnet, welche laut „Kurier“ geschlossen wird. Laut Firmenaussendung wird sie hingegen nur verkleinert.
Die Auflösung der in Deutschland ansässigen MSValue steht ebenso im Raum. Laut Mitteilung der Money Service Group wird dieser Schritt derzeit geprüft.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.07.2011)