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Google+: Google äußert sich zu Pseudonym-Problem

FILE - In this May 11, 2011 file photo, attendees await the morning keynote address at the Google IO
(c) AP (Marcio Jose Sanchez)
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Man wolle Nutzer nicht dazu zwingen, nur ihren echten Namen zu nutzen, beteuert der Webkonzern. Gleichzeitig werden Verbesserungen angekündigt, um ungerechtfertigte Profilblockaden zu vermeiden.

Das erst seit wenigen Wochen aktive Social Network Google+ ist bereits Auslöser für heftige Diskussionen, wie DiePresse.com berichtete. Zahlreiche Nutzer sind enttäuscht, weil ihre Profile blockiert wurden. Der Grund: Nach Ansicht von Google verwenden sie einen falschen Namen. Inzwischen haben sich mehrere hochrangige Google-Vertreter zu dem Thema geäußert. Sie bitten die Nutzer um Geduld, da sich Google+ noch in einer Testphase befände. Die Problematik mit Pseudonymen oder Nicknames soll in Zukunft auf geklärt werden.

Kein Echtnamenszwang

Der ehemalige Microsoft-Stratege Robert Scoble schildert in einem Eintrag auf Google+ ein Gespräch mit Vic Gundotra, bei Google unter anderem für die Entwicklung des Facebook-Konkurrenten verantwortlich. Gundotra stellt klar, dass es dem Webkonzern nicht darum gehe, Nutzer dazu zu zwingen, ihren echten Namen zu nutzen. Selbst er würde nicht mit dem Namen aktiv sein, der in seinem Ausweis stehe. Vielmehr wolle man Nutzer aussieben, die ihre Namen auf merkwürdige Weise schreiben oder offensichtlich falsche Namen (etwa Schimpfwörter) nutzen.

Gundotra gibt zu, dass es Fehler bei der Durchführung gegeben habe. Man wolle in Zukunft den Nutzern mehr Informationen über den Grund der Sperre geben. Sie sollen auch die Chance erhalten, die Sperre anfechten zu können. Für Personen, die nur unter Pseudonymen bekannt sind, soll es eine eigene Lösung geben. Wann und wie diese implementiert werden soll, ist allerdings noch offen.

Google bittet um Geduld

An Gundotras Aussagen schließt Google-Produktmanager Bradley Horowitz an. Er bestätigt, dass der Prozess rund um die Namensdiskussion verbessert werden soll. Dazu würde auch zählen, die Nutzer zuerst zu warnen und ihnen eine Chance geben, um sich zu äußern oder ihr Profil zu verbessern, bevor eine Sperre in Kraft tritt. Horowitz schildert auch eine Methode, Nicknames anzugeben, über die man von Freunden gefunden werden kann. Er erinnert daran, dass der Dienst noch sehr jung ist und bittet die Nutzer um Geduld. Es sei ein "Mythos", dass Google sich nicht um Firmenprofile oder die Nutzung von Pseudonymen scheren würde.

(db)