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Gesichtserkennung: Facebook "verbessert" Datenschutz

File photo of the Facebook logo at the company headquarters in Palo Alto
(c) REUTERS (Robert Galbraith)
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Facebook versucht in den USA mit Werbung die automatische Gesichtserkennung zu entschärfen. Datenschützer sind zufrieden.

Die automatische Gesichtserkennung auf Facebook-Fotos ist Datenschützern ein Dorn im Auge und vielen Nutzern suspekt. Wenn ein Nutzer neue Fotos hochlädt, erkennt Facebook automatisch Gesichter darauf, vergleicht mit anderen Fotos in der Datenbank und bittet den Nutzer, seine Freunde auf den Bildern zu markieren. Die Funktion kann zwar deaktiviert werden, aber für viele sind die Datenschutzeinstellungen des Netzwerks zu kompliziert. Eine der größten Sorgen der Datenschützer ist aber, dass das Unternehmen die bedenkliche Funktion für jeden Nutzer automatisch aktiviert hatte und die Betroffenen zu wenig darüber informiert hätte. Das soll sich nun ändern.

Nach der Aufforderung von US-Staatsanwälten, die Funktion zu entschärfen, hat Facebook folgende Maßnahme gesetzt: An üblichen Werbepositionen werden Nutzer in den USA nun auf die automatische Gesichtserkennung aufmerksam gemacht. Ein Link in der "Werbung" führt direkt zu der Seite, auf der die Funktion deaktiviert werden kann. Eine Art Aufklärungskampagne also, ohne an der Funktion ansich etwas zu ändern. Der zuständige Staatsanwalt ist zufrieden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. 

"Die Firma (Facebook, Anm.) war kooperativ und gewissenhaft", erklärte George Jepsen, der General-Staatsanwalt von Connecticut. "Facebook hat wesentliche Änderungen vorgenommen, die den Nutzern ein besseres Service und mehr Datenschutz garantieren", so Jepsen weiter. In Österreich wird die neue Werbung nicht angezeigt. Nutzer können die Gesichtserkennung natürlich trotzdem deaktivieren. Die entsprechende Einstellung findet sich unter Konto>Privatsphäre>Benutzerdefiniert>Freunden Fotos von mir vorschlagen.

 

(Red.)