Nach wie vor lasten der ungelöste US-Schuldenstreit sowie die jüngste Warnung der Ratingagentur Moody's an Spanien auf der Stimmung der Anleger.
Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, am Nachmittag bei unterdurchschnittlichem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2606,16 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 18,01 Punkten bzw. 0,69 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,96 Prozent, FTSE/London -0,97 Prozent und CAC-40/Paris -1,26 Prozent.
In einem schwachen europäischen Börsenumfeld bewegte sich der ATX am frühen Nachmittag seitwärts. Nach wie vor lasten der ungelöste US-Schuldenstreit sowie die jüngste Warnung der Ratingagentur Moody's an Spanien auf der Stimmung der Anleger.
Unter den Schwergewichten zeigten sich die Titel von Andritz (minus 1,31 Prozent auf 67,66 Euro) klar schwächer. Darüber hinaus tendierten Ölwerte im Einklang mit dem europäischen Branchensentiment in der Verlustzone. OMV verloren 1,29 Prozent auf 27,90 Euro, Schoeller-Bleckmann ermäßigten sich um 0,38 Prozent auf 67,60 Euro.
In der Früh sorgten Erste Group mit Zahlen für das erste Halbjahr 2011 für Aufmerksamkeit. Die Ergebnisse lagen etwa unter den durchschnittlichen Markterwartungen. Das Betriebsergebnis war mit 1,967 Milliarden Euro um 1,2 Prozent leicht rückläufig. Der Nettogewinn konnte um zwar um 5,2 Prozent gesteigert werden, allerdings haben Analysten mit einem stärkeren Gewinnzuwächsen gerechnet. Erste Group gaben um 1,00 Prozent auf 33,00 Euro ab. Auch Raiffeisen verloren 1,00 Prozent auf 34,65 Euro. Im europäischen Vergleich tendierte der Bankensektor tief im Minus.
Unternehmenszahlen brachte zudem die Austria Metall AG (AMAG). Im ersten Halbjahr 2011 konnte die Alu-Schmiede sowohl ihren Gewinn als auch den Umsatz steigern. Mit unterm Strich 48,1 Millionen Euro verdiente das Unternehmen mehr als Marktteilnehmer im Vorfeld erwartet hatten. Die Auftragslage sei zufriedenstellend, hieß es von Unternehmensseite. Angesichts der starken Nachfrage weitet der der Konzern seine Kapazitäten derzeit massiv aus. Bis 2014 investiert der Konzern 75 Millionen Euro in einen Zuwachs von 20 Prozent. Die Titel zogen um 1,47 Prozent auf 17,30 Euro an.
Der Bauriese Strabag angelte sich als Konsortialführer einen Großauftrag für den Bau eines der größten Infrastrukturprojekte in Norditalien. Das Auftragsvolumen beträgt insgesamt 2,3 Milliarden Euro, der Strabag-Anteil daran betrage 60 Prozent, also knapp 1,4 Milliarden Euro, hieß es. Strabag tendierten um 0,98 Prozent leichter bei 19,81 Euro.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Handelsstart Uhr bei 2624,29 Punkten, das Tagestief lag kanpp nach 09.00 Uhr bei 2597,33 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,66 Prozent bei 1265,21 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market neun Titel mit höheren Kursen, 28 mit tieferen und einer unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 3.014.945 (Vortag: 2.574.369) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 80,478 (93,42) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 391.943 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 25,74 Millionen Euro entspricht.
(APA)