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Immobiliendeal: Wlaschek kauft Schlosshotel

(c) APA (GERT EGGENBERGER)
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Die Hypo Alpe Adria findet für ihr defizitäres Hotel in Velden endlich einen Käufer, Betreiber wird die Falkensteiner-Gruppe. Mit Wlaschek hofft die Hypo, einen "nachhaltigen Investor" gefunden zu haben.

Klagenfurt/Red/Apa. Die Hypo Alpe Adria Bank hat für ihr Schlosshotel Velden endlich einen Käufer gefunden. Am Freitag wurde der Vertrag mit der Amisola Immobilien AG von Milliardär Karl Wlaschek unterzeichnet. Die Luxusherberge direkt am Wörthersee erhält auch einen neuen Betreiber: Ab 1. September übernimmt die Falkensteiner-Gruppe die Führung. Falkensteiner-Chef Othmar Michaeler bezeichnete den Deal als „Meilenstein“ für das Unternehmen.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Hypo ließ lediglich verlauten, man sei mit dem Ergebnis der Verhandlungen zufrieden. Da das Schlosshotel bereits zur Gänze abgeschrieben worden ist, macht die Bank buchhalterisch mit der Veräußerung sogar Gewinn. Der Vertrag umfasst den gesamten Hotelkomplex samt dem Restaurant Seespitz und 21 Luxusappartements.

Mit Wlaschek hofft die Hypo, einen „nachhaltigen Investor“ gefunden zu haben, wie Hypo-Chef Gottwald Kranebitter mitteilte. Denn der zuvor gefundene Käufer, der italienische Unternehmer Ugo Barchiesi, erwies sich offenbar nicht als Glücksgriff. Mit ihm war im April schon alles ausverhandelt, Ende Mai hätte das Geschäft über die Bühne gehen sollen, Barchiesi erschien zum vereinbarten Termin aber nicht. Nach einem Hin-und-Her wurden die Verhandlungen Anfang Juli abgebrochen.

Der Verkauf an den italienischen Investor Barchiesi, der im Frühjahr einen Kaufvertrag unterzeichnet hatte, ist nach Ansicht der Bank nun hinfällig, weil Barchiesi vertragsbrüchig geworden sei. Die Anzahlung des Italieners verfalle.

Deshalb gehen Beobachter davon aus, dass die Sache noch nicht abgeschlossen ist. Zum einen habe Wlaschek das Geld noch nicht überwiesen. Zum anderen dürfte Barchiesi, der stets behauptete, den Vertrag mit der Hypo nicht gebrochen zu haben, den Rechtsweg beschreiten, um wenigstens die Anzahlung in Millionenhöhe zurückzuerhalten. Die Bank sieht die Sachlage anders. Die Anzahlung sei wegen Vertragsbruchs verfallen und werde einbehalten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.07.2011)