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AKH-Garage: Baustelle bis Mitte 2013

(c) APA (ROBERT JAEGER)
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Eigentlich sollten nur die Sicherheitsanlagen saniert werden, jetzt muss die komplette Innenkonstruktion erneuert werden - um 22 Millionen Euro. Im Zuge dessen soll der Bau auch heller gestaltet werden.

Wien. Einen „kleinen“ Skandal hat das Wiener AKH auch unterirdisch zu bieten. Die Bauarbeiten der AKH-Garage sind doch wesentlich länger und teurer als angenommen. Die Kosten, die einst mit drei Millionen Euro veranschlagt wurden, haben sich auf rund 25 Millionen Euro erhöht („Die Presse“ berichtete im Juni).

Auch die Dauer der Bauarbeiten, die eigentlich schon Ende 2010 fertig sein sollten, hat sich verlängert. Während im Juni noch von „nicht vor 2012“ die Rede war, hat man den Zeitpunkt nun weiter nach hinten verschoben. „Im Sommer 2013 soll die Garage fertig sein“, sagte AKH-Chef Reinhard Krepler am Donnerstag der „Presse“. Er will die Verteuerung und Verzögerung freilich nicht als Skandal sehen und erklärt diese mit neuen, nicht eingeplanten Arbeiten. Die drei Millionen Euro sind, wie gehabt, für die Erneuerung der sicherheitstechnischen Anlagen und die Verbreiterung der Fluchtwege kalkuliert. „Der Bau stammt aus den 1970er-Jahren, damals gab es andere Vorschriften.“

 

Decken hängen durch

Allerdings habe sich im Zuge dieser Arbeiten gezeigt, dass die Zwischendecken verstärkt werden müssen. „Das ist eine größere Aktion. Dafür muss der Estrich abgetragen und die Decken müssen besser gestützt werden“, so Krepler. Oder wie es AKH-Sprecherin Karin Fehringer formuliert: „Die Decken hängen doch stärker durch als gedacht.“ Die Innenkonstruktion der Tiefgarage wird also um 22Millionen Euro komplett erneuert. Im Zuge dessen soll der Bau auch heller gestaltet werden.

Bis es so weit ist, müssen sich AKH-Besucher in Geduld üben. Während der Bauphase ist ein Teil der Garage gesperrt. Derzeit sind 280 von 2700 Plätzen betroffen. Wer mit der U6 anreisen will, muss sich – zumindest aus Richtung Siebenhirten – bis Ende August gedulden. Dann soll die baustellenbedingte Sperre aufgehoben werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.08.2011)