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Madrid: Mindestens 20 Verletzte bei Protesten

Madrid Mindestens Verletzte Protesten
Proteste in Madrid(c) AP (Arturo Rodriguez)
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Anhänger der Protestbewegung der "Empörten" sind vor dem Innenministerium mit Sicherheitskräften zusammengestoßen. Die Demonstranten sind verärgert über die Sperre ihres bisherigen Versammlungsorts.

Es war der bisher schwerste Zwischenfall seit Beginn der Protestbewegung in Spanien: Mindestens 20 Menschen sind in der Nacht auf Freitag bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten verletzt worden.

Anhänger der Bewegung der "Indignados" ("Empörten") gerieten Rettungskräften zufolge vor dem Innenministerium in Madrid mit Sicherheitskräften aneinander. Unter den 20 Verletzten seien auch sieben Polizisten. Laut der Zeitung "El Pais" griffen die Beamten ein, als Demonstranten am Gitter vor dem Ministerium hochgeklettert seien. Die "Indignados" wollten nach eigenen Angaben ein Protestplakat befestigen.

Protestcamps müssen Papst weichen

Die Demonstranten waren vor das Ministerium gezogen, um ihrem Ärger über die Abriegelung des Platzes Puerta del Sol in Madrids Innenstadt Luft zu machen. Der Platz war seit Beginn der Proteste Mitte Mai der wichtigste Versammlungsort der Bewegung. Zuletzt wurden die Protestlager aber von den Behörden geräumt, die Zugänge zum Platz abgeriegelt.

Die "Indignados" orten als Grund dafür den bevorstehenden katholischen Weltjugendtag Mitte August, zu dem auch Papst Benedikt XVI. in Madrid erwartet wird. "Man sieht uns als Störfaktor an, der dem Ansehen Spaniens schaden könnte, wenn weltweit Millionen von Zuschauern an ihren Fernsehern den Papstbesuch sehen werden", erklärte eine Sprecherin der Protestbewegung.

Die Jugendbewegung war aus Protest gegen die Sparpolitik der Regierung, die hohe Arbeitslosigkeit und das Fehlen beruflicher Perspektiven in Spanien entstanden.

(Ag./Red.)