Die Arienfreuden der Krassimira Stoyanova

Leuchtend. Es gibt Stimmen, die mit ihrer puren Schönheit punkten.

Wenn dann noch das rechte interpretatorische Empfinden des Sängers für unmittelbaren Ausdruck sorgt, dann ist das Glück des Musikfreundes perfekt. Krassimira Stoyanova vereint beide Eigenschaften. Ein satter, dabei leuchtkräftiger Sopran sorgt für Hörwohlbefinden. Und die expressive Kraft ihres Singens macht die Bulgarin zur führenden Lyrisch-Dramatischen auf den Opernbühnen unserer Zeit. Als Micaela und Figaro-Gräfin hat sie sich vor mehr als einem Jahrzehnt dem österreichischen Publikum vorgestellt. Seither konnte man sie in so unterschiedlichen Partien wie der Antonia in Offenbachs „Hoffmann“, der Nedda („Bajazzo“) oder der Mimi hören, Verdis Desdemona nicht zu vergessen, die sie mit besonderer Hingabe und Pianokultur zu singen versteht. Nun hat die Stoyanova eine Arien-CD herausgebracht, die sie ausschließlich im slawischen Fach hören lässt und die den vokalen Freuden kein Ende setzt. Das Münchner Rundfunkorchester unter Pavel Baleff begleitet tadellos.

Krassimira Stoyanova: „Slavic Opera Arias“ (Orfeo C830111 A)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.08.2011)

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