Wiener Börse am Nachmittag: ATX sechs Prozent im Minus

Angesichts der Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch Standard & Poor's rutschte der ATX weiter ab.

ie Wiener Börse hat sich heute, Mittwoch, im Verlauf in einem Wellental präsentiert. Gegen 16.59 Uhr stand der ATX massiv unter Druck und rutschte so um 5,90 Prozent auf 2132,66 Einheiten ab. Der DAX in Frankfurt sackte währenddessen ebenfalls um über vier Prozent ab. Die wichtigsten US-Leitindizes weisen einen um mehr als drei Prozent schwächeren Börsenstart in der weltgrößten Volkswirtschaft auf.

Angesichts der Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch Standard & Poor's rutschte der ATX im Frühhandel um bis zu 3,3 Prozent ab. Während des Vormittages rückte der Wiener Leitindex in einem sehr volatilen Handel jedoch bis leicht in die Gewinnzone vor, um danach wieder deutlich in die Verlustzone abzusinken. Beim vorläufigen Tagestief gegen 17 Uhr verlor der heimische Leitindex sechs Prozent.

Das marktbeherrschende Thema an den Aktienmärkten war zuletzt die Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P). Angesichts des Verlusts der höchsten Bonitätsnote der USA konnte auch das Bekenntnis der G-7-Staaten, die Finanzmärkte stabilisieren zu wollen, die Anleger nicht beruhigen.

Auch der signalisierte Ankauf spanischer und italienischer Staatspapiere durch die Europäische Zentralbank (EZB) konnte die erneute Ausverkaufswelle nicht stoppen. Zuletzt enttäuschte die Aussage der deutschen Bundesregierung, den europäischen Rettungsfonds EFSF nicht weiter aufstocken zu wollen.

An der heimischen Börse brachen unter den Einzelwerten die Anteilsscheine des Schwergewichts voestalpine um knapp zehn Prozent ein. Wienerberger büßten knapp acht Prozent an Wert ein und Strabag bauten einen satten Verlust von etwas sieben Prozent. Außerdem gerieten Immofinanz mit einem Minus von fast acht Prozent unter gehörigen Abgabedruck.

Unter den europaweit in jüngster Zeit schwer angeschlagenen Bankaktien trat zuletzt eine leichte Gegenbewegung ein. Nach wie vor unter Abgabedruck tendierten jedoch die heimischen Erste Group (minus 1,71 Prozent auf 27,93 Euro) und Raiffeisen (minus 3,62 Prozent auf 29,04 Euro).

Weiter nach unten stürzten Lenzing, deren Aktienwert sich um 15,84 Prozent auf 66,90 Euro senkte. Strabag stürzten mittlerweile um 10,10 Prozent auf 17,31 Euro ab, Schoeller-Bleckmann verbilligten sich um 9,33 Prozent auf 52,50 Euro.

Bis dato wurden im prime market 10776.382 (Vortag: 12.466.679) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 248,361 (312,73) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher voestalpine mit 848.985 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 46,54 Millionen Euro entspricht.

(APA)

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