Blackrock investiert in Aktien

Blackrock investiert Aktien
Blackrock investiert Aktien(c) REUTERS (ERIC THAYER)
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Gewinne aus Anleihen und Gold werden in den Kauf von Aktien gesteckt. Staatsanleihen aus den USA und Japan sind für den globalen Fonds dagegen nicht interessant.

Wien/Reuters/Red. Während sich Investoren scharenweise aus Aktieninvestments zurückziehen, fährt der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock eine umgekehrte Strategie: „Gold und Anleihen laufen sehr, sehr gut. Wir machen hier Gewinne und legen diese in Vermögensklassen an, die immer billiger werden – und das ist bei Aktien zweifellos der Fall“, sagt James Holt, Investmentstratege von Blackrock. Der 83 Mrd. Dollar schwere globale Anlagefonds des Hauses werde sich mit jedem Tag der Abwärtsbewegung auf den Märkten stärker in Aktien engagieren. „Wenn wir neu gewichten, tun wir das zugunsten von Aktien“, sagt Holt weiter. Schon vor der Herabstufung der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor's hätten Aktien „ziemlich billig ausgesehen“. Auch Wertpapiere seien nach wie vor attraktiv. Besonders dann, wenn sie in einem Zusammenhang mit China stünden. Holt setzt aber auch auf Anteilsscheine internationaler Konzerne, die das niedrigste Kurs-Gewinn-Verhältnis, die höchsten Dividenden und einen starken Cashflow hätten.

Holt bevorzugt dabei Aktien von Unternehmen aus den Sektoren Telekommunikation, Gesundheit und Energie. Aktien aus diesen Branchen werden den defensiven Werten zugerechnet. Das heißt, dass Firmen aus diesen Sektoren weit weniger abhängig von konjunkturellen Schwankungen sind, als das beispielsweise bei Industriewerten der Fall ist. Diese zählen zu den sogenannten Zyklikern.

Staatsanleihen aus den USA und Japan sind für den globalen Fonds dagegen nicht interessant.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2011)

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