Großauftrag in Italien: Baufirma geht gegen Strabag vor

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THEMENBILD-PAKET: ARBEITER/BAU/BAUSTELLE/STRABAG(c) APA/HARALD SCHNEIDER (Harald Schneider)
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Die Strabag hat den Auftrag für Europas größtes Straßeninfrastrukturprojekt erhalten. Nun verlangt ein italienischer Konkurrent Zugang zu den Akten.

Der österreichische Baukonzern Strabag, der als Konsortialführer einen Großauftrag für den Bau eines der größten Infrastrukturprojekte in Norditalien erhalten hat, bekommt Schwierigkeiten von einem Konkurrenten. Der italienische Baukonzern Impregilo, der als Verlierer im Wettkampf um den von Strabag gewonnen Auftrag für die Planung und den Bau der großen lombardischen Verkehrsachse Pedemontana erhalten hat, verlangt jetzt Zugang zu den Akten der Ausschreibung.

Nach Angaben der Mailänder Wirtschaftszeitung "Milano e Finanza" könnte dies der erste Schritt in Richtung eines Einspruchs Impregilos bei einem Verwaltungsgericht gegen die Auftragsvergabe an Strabag sein. Der österreichische Konzern hatte sich an der Spitze eines Konsortiums mit einem einzigen Punkt Vorsprung gegen den Konkurrenten Impregilo durchgesetzt.

2,5 Milliarden Euro Auftragsvolumen

Die Straße, welche die lombardische Stadt Bergamo mit dem Mailänder Flughafen Malpensa verbinden soll, ist Europas größtes Straßeninfrastrukturprojekt. Die 75 Kilometer lange Verkehrsachse, welche die industriereichsten Regionen Europas bedienen soll, muss bis zur 2015 geplanten Welt-Expo in Mailand fertig sein. Das Auftragsvolumen belaufe sich auf 2,3 Milliarden Euro, teilte das italienische Infrastrukturministerium mit.

Die Strabag erhielt den Auftrag an der Spitze eines Konsortiums, an dem sich die italienischen Gesellschaften "Grandi lavori Fincosit", "Impresa costruzioni Giuseppe Maltauro" und "Adanti" beteiligen. Der Strabag-Anteil am italienischen Großauftrag beträgt rund 60 Prozent. Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2012 beginnen.

(APA)

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