Pastamanufaktur für den Wiener Naschmarkt

Pastamanufaktur fuer Wiener Naschmarkt
Pastamanufaktur fuer Wiener Naschmarkt(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Neueröffnung: Do-An-Besitzer Kilicdagi eröffnet am Dienstag einen neuen Shop – inklusive Gastroplätze.

Wien. Neuzuwachs auf dem Wiener Naschmarkt. Am nächsten Dienstag eröffnet neben dem Lokal Do An eine Pastamanufaktur, in der in erster Linie frisch zubereitete Nudeln verkauft werden sollen. Man wolle damit dem Gastroboom entgegenwirken, heißt es von Seiten des Betreibers und des Naschmarkts.

Immerhin erlaubt die Marktordnung mittlerweile nur noch einen Gastroanteil von 33 Prozent für den gesamten Naschmarkt (auf Quadratmeter gerechnet). Dass sich aber genau damit etwas verdienen lässt, weiß Ibrahim Kilicdagi, der neben der neuen Pastamanufaktur auch die Restaurants Do An und Orient & Occident sowie einen Tee- und Süßigkeitenstand betreibt. Deshalb gibt es bei der Pastamanufaktur auch acht „Verabreichungsplätze“, wie es im Amtsdeutsch heißt. Bei neun Plätzen würde es sich bereits um einen gastronomischen Betrieb handeln.

Dort sollen Ravioli serviert werden, je nach Saison mit Steinpilzen, Eierschwammerln, Bärlauch, Spinat, Mozzarella und Tomaten oder Shrimps gefüllt. Die Speisen wird es auch zum Mitnehmen geben. Ganz fix ist der Preis zwar noch nicht. Rund 2,50 Euro sollen aber für zehn Dekagramm verrechnet werden. Im Shop werden außerdem Spaghetti, Spiralen, Penne und Muscheln verkauft. Zumindest ist das vorerst der Plan. Sollte sich die Pasta alleine nicht rentieren, will man Zutaten wie Parmesan, Olivenöl und Pesto anbieten. Auch ein zusätzlicher Service wird geboten. Wer möchte, kann seine Füllung mitnehmen und sich in der Pastamanufaktur zu Ravioli verarbeiten lassen.

Produktion im Glaskobel

Ab Dienstag sollen die Naschmarktbesucher den Pastaherstellern genau auf die Finger schauen können. Immerhin besteht der Shop großteils aus Glas. „Das Geschäft sieht wie eine große Glasvitrine aus. Das heißt, man kann vom Shop und vom Markt aus direkt in die kleine Manufaktur schauen“, sagt Naschmarkt-Sprecherin Angelika Herburger. Auch sonst soll das Geschäftslokal eher spärlich eingerichtet werden.

Früher befand sich an dem Standort (Standnummer 437) ein Geschäft mit ähnlichem Konzept, wenn auch das Angebot vielfältiger und asiatisch war. Im Bambuskorb wurden asiatische Lebensmittel verkauft sowie Nudelgerichte zum Mitnehmen. Wirklich rentiert dürfte sich das – wohl auch wegen der großen Konkurrenz – nicht haben. Sitzplätze gab es damals keine.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.08.2011)

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