Drogeriehandel wächst nur mehr langsam

Die Drogeriebranche kommt einem stagnierenden Wachstum sehr nahe
Die Drogeriebranche kommt einem stagnierenden Wachstum sehr nahe(c) AP (Michael Probst)
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Die Branche erzielte 2010 ein reales Umsatzplus von nur noch einem Prozent. Bedingt war der Rückgang durch zahlreiche Schließungen von Schlecker-Filialen.

Die besten Jahre  im wachstumsverwöhnten Drogerie- und Parfümeriehandel scheinen vorbei zu sein: Nach nominellen Zuwächsen von zum Teil über 5 Prozent in den vergangenen Jahren wuchs die Branche 2010 "nur" noch um 2,9 Prozent. Bereinigt um die Inflation (real) war das ein Plus von einem Prozent. Schwer ins Gewicht gefallen sind dabei zahlreiche Standortschließungen von Schlecker, was sich auch auf den Umsatz der Branche auswirkte.

Die Firma ist gerade dabei, den angeschlagenen Drogeriemarktdiskonter neu aufzustellen. Erst kürzlich gab Schlecker die schließung von über zehn Prozent der deutschen Märkte bekannt. In Österreich sollen mittelfristig alle rund 1.000 verbliebenen Filialen umgebaut und auf das neue Konzept umgestellt werden. Dieses sieht hellere und übersichtlichere Märkte vor.

Flächenproduktivität legt zu

Das Ergebnis der Drogerie- und Parfümeriebranche im Jahr 2010 wurde bei einer geringeren Outletanzahl , dafür mit mehr Verkaufsfläche erzielt. Die Flächenproduktivität stieg um zwei Prozent. "Vor diesem Hintergrund ist das Gesamtergebnis der Branche noch als positiv zu werten", meint Michael Oberweger von RegioPlan. Für 2011 wird ein nominelles Umsatzwachstum von 2,5 Prozent erwartet, inflationsbereinigt bedeutet das allerdings eine Stagnation.

Drogeriemärkte besser als Parfümerien

Trotz der zahlreichen Filialschließungen bei Schlecker haben sich Drogeriemärkte wie Bipa, dm oder Müller auch im vergangenen Jahr besser entwickelt als Parfümerien (Douglas, Marionnaud) oder Drogerien (Roma). Während die Drogeriemärkte nominell um 3,1 Prozent wuchsen, legte der Parfümerie- und Drogeriesektor lediglich um 2,3 Prozent zu. Ohne Schlecker wuchsen Bipa, dm und Müller nominell um 5,3 Prozent.

(APA)

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