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Hohe Inflation lässt Reallöhne sinken

Wegen der hohen Inflationsraten sinken die Einkommen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) rechnet für das Jahr 2011 mit einem Reallohnverlust von 0,8 Prozent netto. Gewerkschaft fordert Lohnsteigerungen.

Wien/APA. Wegen der hohen Inflationsraten sinken die Einkommen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) rechnet für heuer mit einem Reallohnverlust von 0,8 Prozent netto. Im Juli beispielsweise stieg der Tariflohnindex der Statistik Austria im Jahresvergleich um zwei Prozent. Die Inflationsrate war mit 3,5 Prozent aber viel höher. Das Wifo geht davon aus, dass die Löhne und Gehälter in Österreich heuer pro Kopf abzüglich der Inflationsrate um 0,5 Prozent sinken, netto sogar um 0,8 Prozent.
Das Wifo erwartet für 2011 eine Inflationsrate von 3,2 Prozent. Derzeit sehe man trotz höherer Inflationsrate im Juli noch keinen Korrekturbedarf, sagt Wifo-Lohnexperte Josef Baumgartner. Die Gewerkschaftsbosse Rainer Wimmer und Wolfgang Katzian fordern daher für die Herbstlohnrunde deutliche Lohnsteigerungen. „Mit der Inflationsrate ist es diesmal nicht abgetan“, sagte Wimmer, Chef der Industriegewerkschaft, im ORF. Denn die Unternehmen verdienen derzeit „sehr, sehr gut“. Davon sollen auch die Arbeitnehmer etwas haben.
Auf die Teuerungsrate müsse „ein ordentlicher Prozentsatz“ draufgeschlagen werden, verlangt auch Wolfgang Katzian, Chef der Gewerkschaft der Privatangestellten. Nur 0,1 oder 0,2 Prozent aufzuschlagen, sei zu wenig.

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