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Erwiesen: Auch Tablette ohne Wirkstoff wirkt

Symbolbild
(c) Bilderbox
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Dass Placebo keine Einbildung ist, dass auch der Arzt Teil des Effekts ist, haben tausende Studien mit Medikamenten wiederholt bewiesen. Sogar Operationen wirken manchmal nicht besser als Scheinoperationen.

Tausende Studien mit Medikamenten haben es wiederholt bewiesen: Auch die Tablette ohne Wirkstoff wirkt. Und zwar bei bis zu 70 Prozent der Testpersonen. Umgekehrt ist die Wirkung jeder Behandlung, auch einer mit pharmazeutischen Wirkstoffen, zu einem Teil auf reine Placebowirkung zurückzuführen.

 

Junges Magazin „Lebensweise“

„Sogar Operationen wirken manchmal nicht besser als Scheinoperationen“, heißt es in einer Ausgabe von „Lebensweise“, einem Magazin für ganzheitlichen und gesunden Lebensstil, das demnächst ein Jahr alt wird.
Dass Placebo wahrlich keine Einbildung ist, ja, dass auch der Arzt selbst wichtiger Teil des Placebo-Effekts ist, wird hier in anschaulicher und leicht verständlicher Weise berichtet. „Die aktuelle Forschung zeigt, dass die persönliche Zuwendung des Arztes in vielen Behandlungen – ob komplementär oder schulmedizinisch – tatsächlich der ausschlaggebende Grund für die Heilung sein kann.“
Ein anderes Heft zeigt auf, dass Homöopathie, die ja auch Schulmediziner in Befürworter und Kritiker teilt, sehr wohl etwas kann, und bringt Seiten später eine sehr berührende Story über das Sterben und Gehen.

 

Scharlatane: Orientierungshilfe

Generell sind die Storys in „Lebensweise“ gut recherchiert und flüssig und lebendig geschrieben. Die Redakteure beherrschen ihr Handwerk, man merkt, dass sie verstehen, worüber sie schreiben, was ja leider bei etlichen Lebensstil- und Pseudo-Wellness-Magazinen keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Was vielleicht ein wenig irritiert, ist die Tatsache, dass auf den regelmäßigen Seiten mit Buchvorstellungen konsequent der Verlag verschwiegen wird.
„Eines unserer Anliegen ist es, einen Brückenschlag zu vollziehen zwischen Schulmedizin und Komplementärmedizin“, erwähnt der Journalist Andreas Feiertag, einer der beiden Herausgeber und Geschäftsführer von „Lebensweise“. „Wir wollen unseren Lesern auch ein Service bieten, damit sie sich auf dem Riesenmarkt orientieren können. Denn es gibt in Österreich schon fast gleich viel Anbieter von ganzheitlichen Gesundheitsleistungen wie Schulmediziner. Wir wollen da eine Hilfestellung geben, um zwischen Scharlatanerie und seriösen alternativen Heilmethoden unterscheiden zu können.“ (cr)


WEITERE INFORMATIONEN UNTER:
www.lebensweise-magazin.at